Sonntag, 26. August 2007

Akustische Erinnerungen

Als ich die ersten Tage in Korea war habe ich mir schon recht allein in dem Hotelzimmer gefühlt, daher habe ich das Radio angemacht. Ich habe zwar nicht wirklich was verstanden, aber es hat so nett was im Hintergrund gebrabbelt und zwischen durch war Musik. Nach zwei Tagen habe ich festgestellt, dass ich den Sender eigentlich ganz nett und von der Mischung her ein wenig abgedreht fand. Es lief traditionell koreanisches Geschrammel kurz vor Nirvana und Max Raabe und eine der Moderatorinnen hatte eine unglaublich ansteckende Lache. Hier zu Hause habe ich mal in Internet gesucht und war ziemlich positiv überrascht, dass man den Sender auch über das Internet hören kann. Daher für alle die es interessiert, hier Kanal drei im Lotte Hotel Jeju:

Jeju MBC AM (Jeju - Korean Top 40)

Wen das koreanische Radio an sich interessiert, der findet hier eine ganze Liste von verschiedenen koreanischen Sendern, zum Teil sogar TV:

Korean Internet Radio

Heimreise 25.08.2007

Um viertel vor fünf morgens ging der Wecker und ich habe mich gesammelt, um mich auf die Heimreise zu machen. Ich muss sagen, nachdem der Stress der Konferenz von mir abgefallen war, fand ich es schon irgendwie schade, dass ich nun wieder nach Hause musste, denn schön war die Insel schon! Die ganze Woche war das Hotel nicht ein Mal so leer und leise gewesen, wie zu dieser frühen Stunde. Vor dem Hotel wartete schon das bestellte Taxi und es begann eben zu dämmern. Es ist allerdings ein eingenartiges Gefühl, wenn der Taxifahrer nur weiß, wo man hin will, weil der Hotelangestelle es ihm gesagt hat. Eigene Kommunikation war ausgeschlossen. Bei Sonnenaufgang war ich am Flughafen und in dem goldenen Licht sah er richtig nett aus.














In Jeju war ich morgens die erste die eingechecked hat. Daher hat sich der Mitarbeiter von ASIANA Airlines auch Zeit genommen mir zu erklären, dass es doch einen Gepäckservice zwischen den beiden Flughäfen Gimpo und Incheon gibt und dass ich bereits bis Frankfurt einchecken könnte. Das fand ich eine prima Sache, denn man hat damit automatisch ein Ticken für die Airport Limousine zwischen den beiden Flughäfen erworben, so dass ich in Gimpo nur aus dem Flughafen raus und rein in den bereitstehenden Bus musste. Dumm, dass ich das nicht auf dem Hinweg machen konnte, aber das war von Deutschland aus wohl nicht möglich. Am Incheon Airport bin ich aber dann noch mal losgezogen die Station des AREX zu fotografieren, da ich nun deutlich mehr Zeit hatte, als ich gefürchtet hatte. Die Station ist schon recht futuristisch angegelegt, und es ist schade, dass sie sie so wenig genutzt wird. Doch meist haben die Mitarbeiter der Airlines nur den ihnen bekannten Busservice zwischen den Flughäfen empfohlen. Der AREX, der erst im März diesen Jahres seine Jungfernfahrt hatte, war wohl noch zu neu.














Da ich morgens im Hotel kein Frühstück bekommen hatte, habe ich mich dann erstmal mit einem Kaffe und einem Sandwich versorgt und bin bei den Preisen fast aus den Latschen gekippt - das Essen hat mich fast 10 Euro gekostet. Aber mein Gott, ich hatte Hunger! Der restliche Aufenthalte war recht kurzweilig, da ich erst die öffentlichen Shops und anschließend die Duty-free Geschäfte durchstreift habe. Die restliche Reise war - was will man bei 12 Stunden Flug erwarten - unspektakulär und ich bin abends heile aber ziemlich k.o. nach 25 Stunden in Bremen gelandet.














Boeing 777-200 ASIANA Airlines

Freitag, 24. August 2007

Konferenz letzter Tag 24.08.2007

Der Vormittag des letzten Konferenztages ist nun auch vorbei. Ich war in der Mittagspause eben ins Hotelzimmer zurückgekehrt und was mir dabei schon wieder passiert ist: Ich renne permanent an meinem Hotelzimmer vorbei. Ich habe mal ein Foto von den Fluren hier gemacht. Davon gehe ich vom Aufzug bis zum Zimmer ungefähr 4 Stück entlang und alles sehen gleich aus. Im letzten ist mein Zimmer (rosa Punkt oben). Und jedes Mal renne ich vorbei!








Der letzte Tag der Konferenz war bisher sehr mager besucht. Viele Teilnehmer sind bereits heute Morgen bzw. heute Mittag aufgebrochen, da deren Vorträge vorbei und das Bankett abgehalten war. Finde ich irgendwie unfair denen gegenüber die heute Nachmittag noch ihre Session haben. Nun sitze ich im Plenar-Saal und warte auf den letzten Plenarvortrag der Konferenz. Anschließend wird es noch eine Session-Runde geben und die Konferenz ist vorbei. Da es dann auch schon bereits halb fünf ist und ich morgen früh raus muss, werde ich auch nicht mehr so viel machen. So denn: nun schau ich mal, was die Sessions so bringen.













Um vier Uhr habe ich die Konferenz verlassen und mich noch mal für knapp zwei Stunden nach draußen auf gemacht. Ich habe mir einen Weg runter zum Strand gesucht, bin den Strand entlang und auf der anderen Seite wieder hochgeklettert. Die Sonne hat getrahlt und es war ziemlich heiß. Ich habe dabei gesehen, dass hier Übermorgen der IronMan startet. Oh Gott, wie soll man das denn bei dem Klima aushalten?! Beim Rückweg Richtung Hotel habe ich auch noch einen Haufen Radfahrer gesehen und anschließend ein Plakat, dass auch noch irgendein Biker-Event hier ist. Die Leute lieben das Extreme. Am Strand hatten die wenigsten Asiaten Schwimmkleidung an, wie wir sie kennen. Die meisten sind mit ihren Kleidungstücken ins Wasser gegangen. Das heißt mit Jeans und T-Shirt und allem, was dazu gehört, außer den Schuhen. Beim Strand waren auch Duschen angebracht, an denen sich die Leute nach einem Bad im Meer abduschen können. Selbst da haben sie die Leute mit Kleidung und Sonnenhut (!) abgeduscht. Nach den knapp zwei Stunden war ich nicht durch kamplett durchgeschwitzt sondern hatte auch Blasen an den Füßen - es ist einfach zu feucht! Ich bin also ins Hotel zurück und wollte meine Bilder vom Strand von der Kamera auf den Rechner laden. Dabei habe ich mir erstmal meine Bilder von heute Morgen gelöscht! Da ich die immer von der Kamera wieder runtergelöscht habe, um Speicherplatz zu haben, hat die Kamera immer wieder neu bei 1 angefangen zu Nummerieren - zag waren die Bilder weg! So was doofes - ich hatte die Konferenzräume fotografiert und da komme ich nicht mehr rein. Nun ja, so wunderschön waren sie auch nicht, aber ich wollte doch meinen ersten Chairraum behalten. Nun denn. Es gibt schlimmeres und ich bin nun schlauer und werde nach den Einstellungen an der Kamera suchen - und dann berichte ich in Deutschland wieder.

Konferenz dritter Tag 23.08.

Der dritter Tag der Konferenz und der zweite mit Vorträgen hat mir verschiedene Extrema zum einen von Vortragenden und zum anderen von Chairs gezeigt. Zum zeitlichen Rahmen vorab: es waren 12 Minuten Redezeit und 3 Minuten Diskussion vorgesehen. Für Zeitüberschreitungen war eine kleine Klingel bereitgestellt. Mit den 15 Minuten sind die wenigsten ausgekommen, so dass jede Session mit ca. 10-15 Minuten verspätung endete, was ich aber akzeptabel fand. Zu den Vortragenden: Es gab Vorträge, die nur darum gingen, dass sie was am Rechner modelliert haben und welche unglaublichen Vortreile das hätte, wenn man so einen Roboter baut, aber auf die Frage, ob es schon Hardware gibt, die das macht, kam die Antwort: die wäre ja nun leicht zu bauen. Hm, warum gibt es sie dann noch nicht? Dann wieder gab es Vorträge, die nur aus Formeln bestanden, die vorgelesen wurden. Da fiel es mir doch recht schwer, den Einstieg zu finden. Einen Vortrag gabe es, ohne Sprecher. Der war krank geworden und hatte seine Präsentation geschickt und seine Stimme aufgenommen und in die Folien eingebettet. Eigentlich ja prima, aber er hat nur die Folientitel mehr oder weniger detailiert vorgelesen, so dass doch einige Fragen offen waren, die aber keiner beantworten kann. Es gab aber auch Vortragende, die in der Zeit 11 Folien präsentieren wollten. Klingt erstmal sinnig, aber: zum einen hat der Vortragende extrem langsam gesprochen und zum anderen auf der letzten Folie war ein Video, was noch mal mehr als 5 Minuten Laufzeit hatte. Wie lange es tatsächlich ging, weiß ich nicht, da der Chair nach 20 Minuten Vortrag abgebrochen hat. Das fand ich schon beeindruckend. Der Vortrag wurde jedoch vom nächsten Sprecher noch übertroffen, der deutlich mehr als 26 Folien und 8 kurze Videos hatte. Und das, wo der Sprecher vorher noch selber Chair gewesen ist. Was mich dann zu den Chairs bringt. Ich weiß nicht so recht, was einen guten Chair ausmacht, aber mir hat man gesagt, wenn keiner aus dem Auditorium fragt, dann fragt der Chair. Macht aber auch nicht jeder, wirkt aber schon irgendwie deprimierend für den Sprecher. Auf der anderen Seite ist es auch schwierig eine Frage zu formulieren, wenn man den Vortragenden aufgrund von sprachlichen Hürden nicht so recht versteht. Es wurde zwar vorher gesagt, dass die Chairs die Abstracts bekommen, um sich vorzubereiten, allerdings lagen die genau 10 Minuten vor der Session bereit. Einige Chairs haben bereits nach 10 Minuten hektisch auf die kleine Klinge gehauen und so manchen Sprecher aus dem Konzept gebracht, dabei war der gut in der Zeit. Andere haben ganz abrupt nach 15 Minutne ins Mikro gesprochen, dass der Sprecher zum Ende kommen möge. Handzeichen oder Ähnliches war nicht üblich - aber die Sprecher haben auch nicht wirklich geschaut. Ich muss gestehen, dass ich auch nicht so recht wußte, was ich machen soll, eben weil die Leute nicht geschaut haben. Aber wie gesagt, ich hatte Glück und die Leute haben die Zeit recht gut eingehalten. Insgesamt kann man wohl sagen, wenn es 100 Vortragende gibt, dann gibt es auch 100 Wege, wie das gemacht wird. Die schönste Antwort auf die Frage aus dem Auditorium "Warum hast Du das so gemacht" war jedenfalls "Ich habe das so gemacht, weil es Gründe dafür gab" kurze Pause dann "Ich habe es so gemacht, weil der Professor es gesagt hat!"
Am Abend war das Bankett. Um 19 Uhr sollte es losgehen und kurz vorher war auch Einlass. Das Bankett war gut, von den drei Vorträgen und dem Best-Paper-Award abgesehen, die man vorher durchhalten musste. Das Essen war ziemlich lecker und es gab traditionell Tanz aus Jeju. Alleine essen brauchte ich auch nicht, da ich nette Gesellschaft von anderen Deutschen, Schweden und Amerikanern hatte. Um halb zehn habe ich mich wieder ins Hotel auf gemacht und bin anschließend ziemlich erschlagen ins Bett gefallen. Der Rest von Tisch ist noch losgezogen Karaoke-Singen, wozu ich mich dann doch nicht überreden lassen wollte.

Donnerstag, 23. August 2007

Konferenz zweiter Tag 22.08.

Zweiter Tag der Konferenz, erster Tag mit den Vorträgen und der erste Tag, an dem ich das WLAN der Konferenz entdeckt habe. Heute gibt es nicht viel zu berichten, da ich den Tag über in den Sessions gesessen habe. Mein eigener Vortrag war aber wohl ok und auch das Chair sein habe ich mehr oder weniger gut überstanden. Ich hatte einen netten Co-Chair (oder ich war seiner ;o) ), der das schon öfter gemacht hat und mir dabei geholfen hat, die Sprecher zu finden, die sich natürlich nicht, wie sie sollten, vorher gemeldet hatten. Die Zeiten wurden zum glück mehr oder weniger von allein eingehalten und Fragen wurden zumeist auch aus dem Auditorium gestellt. Nur beim letzten Vortrag wußte keiner was, was allerdings daran liegen könnte, dass ihn einfach keiner verstanden hat. In der Mittagspause bin ich dann gleich noch mal zu dem Kleinen Laden geflitzt und habe mich mit mehr Nudeln eingedeckt - die sind echt günstig mit 600 Won! Da sollte sich Maggi was von abschneiden.
Gegen 18 Uhr war dann Schluß und ich bin zurück zum Hotelzimmer mit dem Plan, nun noch mal bei Licht an den Strand zu gehen. Leider habe ich den Plan ohne das Wetter gemacht. Am Mittag war es schon grau, aber nach der Konferenz war es am schütten. Gegen halb sieben hat es dann wieder aufgehört und ich bin doch noch mal eine halbeStunde vor die Tür, allerdings nicht mehr bis zum Strand, da es um sieben bereits dunkel wird. Wieder im Hotel hat mich dann der Hunger gepackt und ich habe die Reisecke und das kleine Getränk wieder vorgekramt. Ich weiß nicht, bei was ich skeptischer war. Die Reisecke war allerdings super! Um den Reis war eine Lage Algen gewickelt und in der Mitte von der Ecke war Fisch - wenn man Fisch mag, einfach super! Dann kam das Getränk, bei dem ich mich auf das Schlimmste einstellte - aber nein: es war Bananenmilch! Beides total klasse! Anschließend noch einen Nudeltopf und ich war ziemlich satt.

Konferenz erster Tag 21.08.

Heute war der erste Tag der Konferenz. Da der erste Tag jedoch ausschließlich für Tutorials und Workshops genutzt wurde, hatte ich quasi frei. Also habe ich erstmal das Frühstück getestet. Leider war halb neun dafür eine denkbar ungünstige Zeit, so dass ich anstehen musste. Das Frühstück war, im Gegensatz zu Japan, prima. Es gab ein Buffet, was alles enthält: Japanisch, Koreanisch und über englisch hin zu kontinentalem Frühstück. Anschließen habe ich mich in aller Ruhe registriert und meine Unterlagen bekommen. Außerdem eine echt schicke graue Tasche, in das man alles stopfen kann. Das fand ich sehr praktisch, da ich mit einer Tasche für die Konferenz irgenwie nicht ausgestattet war. In meinem Zimmer wieder angekommen habe ich dann den Inhalt inspiziert. Ok, ich hatte mich bis dahin damit angefreundet Chair zu sein, aber ich habe nicht damit gerechnet, dass man durch die komplette Konferenz als solches markiert ist (Siehe Foto).
Den Vormittag habe ich mir anschließend frei genommen und habe das Teddy Museum besucht. Es ist schon erstaunlich, wie viele Teddys dort aus Deutschland waren. Aber die Details lasse ich nun mal besser weg :o) Auf dem Rückweg vom Museum habe ich einen Abstecher in einem Mini-Supermarkt gemacht (hatte die Größe eines Happyshops bei uns). Dort habe ich mich mit Orangensaft und einem Jin Ramen Nudel Cup versorgt. Weil ich in Experimentierlaune war, und weil ich gesehen habe, dass Matthias so was gegessen hat ;o), habe ich auch noch eine Reisecke gekauft, bei der ich mir nicht sicher bin, was drin ist. Aber irgendwas muss Mensch ja essen und das Hotelessen ist mir echt zu teuer! Dazu gab es noch ein Getränk, bei dem ich leider auch nicht lesen konnte, was es ist. Den nudel-Cup habe ich mittags dann verputzt. War ganz lecker und auch mit den Stäbchen bin ich so halb klar gekommen - nur zwei Flecken auf dem Shirt! Abends gab es beim Begrüßungsempfang Finger-Food, so dass die Reiecke erstmal warten musste.













Am Nachmittag habe ich mich dann ganz artig hingesetzt und habe die Paper der anderen Vorträge durchgelesen, bei denen ich Chair sein sollte. Dabei hatte ich leichte Konzentrationsprobleme, da im Pool im Hotelhof viiiiiele Kinder ihren Spaß hatten und gleichzeitg die ganze Zeit Klaviermusik dudelte. Freuden schöner Götter kann ich bis an mein Lebensende nicht mehr hören!













Blick vom Balkon bei Nacht

Ankunft Lotte Hotel Jeju 20.08.

Das letzte Stück vom Flughafen zum Hotel bin ich dann mit der Airport Limousine gefahren. Klingt hochtrabend, ist aber nur ein Bus. Im Bus habe ich noch einen Deutschen (Matthias aus Berlin) kennengelernt, der auch zur Konferenz wollte. Das Hotel ist überladen mit Schnickschnack und Kram. Im Hotelpark drum rum gibt es zwei Windmühlen, zwei Wasserfälle, oder mehr, lauter klein Brücken, einen See, einen Pool und eine Unmenge von Statuen. Jedes für sich ist irgendwie nett und schick - außer die Windmühlen - aber so in der Gesamtheit wirkt es sehr überladen. Das Zimmer ist nett und riesig, aber auch aus einer anderen Zeit. Was ich sehr enttäuschend fand und finde ist, dass alles noch mal extra kostet. Das Hotel ist nicht unbedingt günstig, und trotzdem kann man nicht erwarten, dass man was umsonst bekommt - vom Wasser (0,5l Kosten im Hotel bis zu 5.000 Won - 4,20 Euro - und im Laden um die Ecke 700 Won - 60 Cent) bis zum Internet (30 Minuten kosten 10.000 Won - 8,30 Euro oder das doppelte für 24 Stunden) kostet alles.
Die Luft ist hier am extremsten. Sobald man ein Gebäude verläßt, die hier alle aus gutem Grund klimatisiert sind, hat man das Gefühl, man betritt ein Gewächshaus. Es ist so feucht, dass einem nach kürze die Haut klebt und man das Gefühl hat, die Kleidung hängt am Körper. Aber das ist zum Glück wirklich nur ein Gefühl. Gleichzeitig liegt die Temperatur bei 29 bis 30 Grad und es wird auch nach Sonnenuntergang nicht merklich kühler. Ich habe abends noch eine Runde zum Strand gemacht (Das Foto zeigt auch noch mal schön die Luftfeuchtigkeit, die Linse war nämlich nicht beschlagen!) und dabei den Matthias wieder getroffen, der die gleiche Idee hatte. Allerdings kann man den Strand vom Hotel aus nur sehen, aber nicht erreichen, da eine Steilküste dazwischen liegt. Also bin ich erstmal Ewigkeiten an der Küste entlange gegangen bis ich einen irgendwie glitschig wirkenden Holzweg nach unten gefunden habe. Leider habe ich dafür so lange gebraucht, dass es dunkel war, als ich dann endlich am Wasser angekommen war. Die Füße habe ich trotzdem noch mal ins Wasser gehalten. Wow, das war fast so warm wie die Luft.

Reise nach Jeju 19.08 - 20.08

Um in Seoul am internationalen Flughafen anzukommen, zu immigrieren, mein Gepäck zu holen und dann die Verbidung zum nationalen Flughafen Gimpo zu finden, dort hin zu fahren und dann dort wieder einzuchecken hatte ich drei Stunden, was mich leicht panisch machte. Lief aber alles recht reibungslos. Ich konnte ohne Probleme einreisen, habe mein Gepäck schnell gefunden und beim Ticketkauf für den AREX hatte ich auch Hilfe, so dass ich dann rechtzeitigam Gate für den letzen Flug stand. Üppig war die Zeitplanung aber nicht. Ich hoffe, dass es in die andere Richtung genauso reibungslos klappen wird. Besonderns spannend fand ich, dass ein Iced Caramel Machiatto beim Star Bucks mit 4.850 Won mehr gekostet hat, als die Fahrt zwischen den beiden Flughäfen mit 3.100 Won.














Flughafen Gimpo

Sonntag, 19. August 2007

Heute ist es nun soweit, aber vorher ...

will ich noch ein paar Worte an all die

"Ich würde sofort mit Dir tauschen!"
"Was für ein Hotel - Du hast es ja so gut"
"Das ist doch eine super Chance"
"Ich versteh gar nicht, warum Du Dich nicht freust"
"Ach so schlimm ist die Reise doch nicht!"
-Sager loswerden:

Ihr würdet sofort mit mir tauschen? Ist leichter gesagt, als wenn man dann selber fahren darf, finde ich. Natürlich finde ich es spannend, dass ich nach Korea reise, dass ich in einem netten Hotel am Strand untergebracht bin und dass ich so was von der Welt sehe. Ich weiß das sehr wohl zu schätzen und freue mich auch. Und trotzdem bin ich dort, um zu Arbeiten. Von den 4 Tagen, die ich tatsächlich vor Ort bin, habe ich einen Tag mehr oder weniger frei. Und ich bin noch nicht so abgebrüht, dass mich die Konferenz kalt lässt.

Schlimm wird die Reise vielleicht nicht, aber ich war noch nie allein so weit weg - was ist also daran verkehrt, dass ich Bammel vor der Reise habe? Ich fahre in ein Land, in dem ich die Sprache nicht spreche und die Schrift nicht lesen kann und von dem ich weiß, dass nur ein Bruchteil der Leute Englisch spricht.

Warum muss ich mich also für meine Angst rechtfertigen? Warum muss ich nach außen cool tun? Nur weil ich Schiß habe, heißt das nicht, dass ich es nicht trotzdem zu schätzen weiß.

Also an euch: Würdet ihr als alte Weltenbummler nicht auch ein wenig aufgeregt sein?

Und noch ein Grund, nicht allzu neidisch zu sein, ist das Wetter, was für die ganze kommende Woche auf Cheju so aussieht:

Donnerstag, 16. August 2007

Jeju und die Zeitverschiebung



















Die Konferenzveranstalter schreiben über Jeju:
"Jeju hat das ganze Jahr ein mildes ozeanisches Klima mit sommerlichen Höchsttemperaturen von nicht mehr als 34.7°c und winterlichen Mindesttemperaturen von nicht weniger als -1.5°c. Die Insel ist 73km breit und 41km lang und hat eine Gesamtfläche von 1.848 km². Jeju ist die größte Insel Südkoreas und entstand vor 700 bis 1.200 Jahren durch einen Vulkanausbruch im Ozean."

Montag, 13. August 2007

Das Programm ist erschienen.




[...]





Nun ist das Programm erschienen. Erster Vortragstag, erste Session und auch noch Chair! Juhu ...
Man beachte die Affiliations von Herrn Hein und mir - wenn man die Fakultäten weglässt, macht die Angabe so nicht mehr viel Sinn. Ursprünglich hieß es mal Fakultät 5 - Physik und Fakultät 2 - Informatik und beides an der Universität Oldenburg, in Deutschland.

Samstag, 11. August 2007

1 Woche noch ...


Noch gut eine Woche, dann werde ich in Richtung Korea aufbrechen. In Korea wird dieses Jahr auf Jeju die ICAR (13th International Conference on Advanced Robotics) abgehalten, an der ich teilnehmen darf. Der Koffer steht bereit, wenn auch noch etwas leer, und die Aufregung nimmt zu ...

Ich will versuchen, in diesem Blog die Reise ein wenig mitzudokumentieren. Mal sehen, wie gut sich das verwirklichen lässt.