Freitag, 25. Juni 2010

PETRA 3. Tag, 25.06.2010

Tag in kurz:
  • Start wolkig, sonnig, schwarz, wolkig, sonnig .... unentschieden!
  • Coffee for one? Nicht nur für mich ...
  • 11 Leute inkl. Chair und Vortragendem, steigt zum Mittag auf ca. 35
  • Extrem kleine Postersession
  • Lunch mit einem Australier
  • Wolken, Wolken, noch mehr Wolken, bis ich den Strand verlasse
  • Besuch von Phytagorio
  • Blog und Ende
Tag in länger und bunt:

Der letzte Tag der Konferenz beginnt mit einem Wetter, was man nur als ambivalent bezeichnen kann: erst nur wolkig, dann sonnig, dann pech schwarz, wieder nur wolkig und gleichzeitig sonnig .... also absolut unentschlossen!















Beim Frühstück werde ich dieses Mal direkt von der gleichen Person wie die Tage vorher entdeckt und nach Kaffee gefragt, natürlich wieder mit dem Beisatz „Coffee for one?“, was ich nickend bejahe. Während ich mich noch setze, kommt am Nebentisch ebenfalls eine einzelne Frau an. Auch sie wird nach Kaffee gefragt, auch sie erhält die Nachfrage nach einer weiteren Person. Nein, auch sie ist allein. Und schon fühle ich mich nicht mehr so sehr als Außenseiter :o)

Die Teilnehmerzahl der Konferenz hat nun am dritten Tag bereits sehr gelitten. Am Morgen sind inklusive Chair und Vortragendem nur 11 Personen anwesend. Bis zum ersten Kaffee wächst die Zahl aber auf knapp 30. Während der Kaffeepause ist zugleich die Postersession. Auf dem Bild erkennt man hinten rechts neben dem Kaffee vier Poster, auf der anderen Seite des Kaffeeausschanks waren noch mal vier. Das ist alles. Mehr Poster wurden nicht eingereicht.















Vor dem Mittag ist noch ein Mal ein sehr guter Plenarvortrag. Die Teilnehmerzahl ist mittlerweile auf knapp 40 Personen angestiegen, was mich sehr beeindruckt. Zu Mittag esse ich dann mit einem Australier zusammen, der eine sehr nette Gesellschaft abgibt und sich nach meiner Karte erkundigt, damit man in Kontakt bleibt und ich ihm Paper von mir schicken kann. Mal sehen, was draus wird.

Nach der Konferenz versuche ich es noch ein Mal mit Sonne am Strand. Es ist zwar warm, aber komplett bewölkt. Ich tröste mich damit, dass ich so wenigstens keinen Sonnenbrand bekomme, fühle mich aber doch ein bisschen veräppelt, als die Sonne in dem Moment hinter den Wolken hervor kommt, in dem ich mich entschlossen hatte, mir den Ort Pythagorio anzusehen.








Pythagorio ist niedlich klein, touristisch, aber nicht aufdringlich. Man kann die Cafes passieren, ohne dass man permanent angesprochen und eingeladen wird hereinzukommen. Die Häuser des Ortes liegen an einem Hang, was ausgesprochen nett aussieht mit den kleinen Boten im Vordergrund. Ich umrunde ein Mal das Hafenbecken um die Statue des Namensgebers des Ortes, Pythagoras zu betrachten. Gefällt mir gut.



















Abschließend war ich dann doch noch ein letztes Mal am Strand – die Sonne war ja raus gekommen und die Hoffnung stirbt zuletzt. Mittlerweile ist es jedoch bereits kurz vor halb acht und die Sonne steht so tief, dass sie hinter den ersten Bäumen verschwindet. Ich gebe auf und gehe nach einem kurzen, letzten Bad im Meer (das Wasser war so klar, dass ich unter mir Fische sehen konnte) duschen.

Nun sitze ich in der Steinlounge und schreibe den letzten Blogeintrag während ich von Mücken aufgefressen werde, da ich das Spray gegen die Mücken vergessen habe. Morgen geht es nach Hause.

Donnerstag, 24. Juni 2010

PETRA 2. Tag, 24.06.2010

Tag in kurz:
  • Sonnig
  • Only for one? Only for one!
  • Strandgang, Haufen der Katze noch da
  • Fotograph verkauft die Bilder vom Vortag
  • Session verbraucht die halbe Lunchzeit
  • The same procedure as last day - Getränke werden beim Lunch bezahlt
  • Die Sonne brennt: am NaMi kaum noch Teilnehmer anwesend
  • 17:30 Ende des 2.Tages
  • Sonnig beim Verlassen des Gebäudes, Wolken sobald Fuß an den Strand gesetzt
  • Suchen des Greec BBQ
  • Super Social Event!
Tag in länger und bunt:

Der Morgen des zweiten Konferenztages beginnt sonnig, und ich gehe mit deutlich besserer Laune zum Frühstück als am Tag zuvor. Nachdem ich ein Weile übersehen wurde, werde ich wie am Tag zuvor von der gleichen Person nach Kaffee gefragt, mit den Nachsatz „Only for one?“. Ich nicke und denke ‚ja, genau wie gestern‘. Nun gut, es sind viele Hotelgäste da, man kann sich nicht jedes Gesicht merken.















Der Aufgang zu meiner Terrasse vom Strand aus

Nach dem Frühstück gehe ich noch kurz an den Strand den Tag begrüßen (klingt sehr esoterisch, ich weiß, hat sich aber irgendwie so angefühlt). Dabei komme ich an dem Haufen von der Katze vorbei, der immer noch im Sand liegt. So was wird auch bei 5 Sternen anscheinend nicht eingesammelt.
Die Erste Session der Konferenz ist ganz interessant, aber ich freue mich auf einen Kaffee, den ich zusammen mit einer neuen Bekanntschaft aus Rostock im Hof trinke. Dabei sehe ich, dass der Fotograph, der so fleißig am Vortag alle Personen bei den Vorträgen fotografiert hat, die Bilder bereits entwickelt hat und nun in einem Postkartenständer ausgestellt hat. Wir gehen näher ran und entdecken uns. Ich spitze die Ohren und bekomme mit, wie der Fotograph die Bilder für 5 € das Stück an eine andere Teilnehmerin verkaufen will. Ich beschließe, dass ich mein Bild nicht so wichtig finde, dass mir der Abzug das Geld wert ist.















Vor dem Lunch ist eine Keynote. Der Vortrag ist an sich wirklich sehr gut und auch spannend, aber nach der einen Stunde Zeit, die dafür vorgesehen war noch lange nicht zu Ende. Das könnte daran liegen, dass der Sprecher nicht eine, sondern min. 3 alte Vorträge mit hat, in denen er lustig springt, während er im Kopf eindeutig einen zur Veranstaltung passenden roten Faden hat, wann er was erzählen will. Leider passt das Zeitmanagement so gar nicht, so dass er noch die Hälfte der Lunchzeit weiterredet, bis er von der Chair der Veranstaltung unterbrochen wird, dass die Leute nur noch 30 Minuten für ihr Mittag hätten und Fragen dann doch eher offline geklärt werden sollten.

Das Mittagessen läuft wie am Vortag ab, nur dass die Teilnehmer der Konferenz dieses Mal gewarnt sind und erstaunlich wenig Getränke bestellen. Nach dem Mittag scheint die Sonne mit aller Kraft und scheint jede Farbe auszubleichen. Die Nachmittagssession ist (nicht) erstaunlich leer. Gegen 17:30 ist der Tag zu Ende und ich gehe auch an den Strand – und es ist wie verhext. Kaum habe ich den Fuß auch nur auf den Sand am Strand gesetzt zieht eine fette Wolkenfront auf, die sich auch bis zur Nacht nicht wieder gelegt hat.















Später am Abend steht als Social Event das Greece BBQ auf der Agenda. Leider wurde nicht angekündigt, wo das stattfinden sollte. Daher laufen alle ein bisschen wirr auf dem Gelände des Hotels hin und her. Ich beschließe noch mal ans Meer zu gehen und schaue auf die fernen Berge. Ich hatte am Nachmittag nachgesehen, dass die Berge bereits die Türkei sind. Mir war bisher nicht bewusst, dass Samos so nah an der Türkei liegt.















Das Social Event ist im sogenannten Priority Club des Hotels. An dem Gebäude war ich am Vortag bereits vorbei gekommen, allerdings sah es da so wüst aus, dass ich gedacht habe, dass dort noch gebaut wird. Heute ist alles aufgeräumt und schön hergerichtet.















In der Mitte ist eine Bar, um die die Tische angeordnet sind. Rechts ist das Buffet für das BBG aufgebaut, links ist eine Reihe mit improvisierten Bänken aus alten Europaletten. Eine echt nette Idee und alles zusammen sehr stimmig. Der vordere Teil ist weitestgehend, der hintere Teil ist gemauert. Hier steht das Beilagen- und Nachspeisenbuffet. Insgesamt ein irrer Aufwand und sehr lecker!




















Ich sitze zwischen einem potentiellen Projektpartner von INGEMA und einer Portugiesin von Fraunhofer, die sich einen Spaß daraus macht Portugiesisch mit dem Spanier zu sprechen, da sie sein Spanisch versteht, er aber ihr Portugiesisch nicht. Als er frech wird, scheißt sie mit ihrer Serviette und ich bin mir nicht sicher, ob ich dazwischen sehr gut sitze. Die Gesellschaft ist aber sehr nett und bei weitem angenehmer als der Chinese, der schräg gegenüber sitzt und sich unglaublich gerne reden hört. Abgerundet wird der Abend von griechischen Folkloretanz.

Mittwoch, 23. Juni 2010

PETRA 1. Tag, 23.06.2010

Tag in kurz:
  • Wolkig
  • Coffee for two?
  • Mini Schild, kein Media-Check, Chair nicht informiert
  • FlipFlops und Baggy-Shorts
  • Mittags leichter Regen! Trocknet schneller als es fällt
  • Mittags-Gutschein ohne Getränke, Privatkasse Kellner
  • "meine Session": Chair ist da, aber Beamer ist aus, Logitech Presenter hilft da nicht
  • Kleidchen Frau, Chair achtet auf Zeit, Frau guckt aber nicht
  • NaMi Session: Beamer ist an, aber Chair ist nicht da (20min später)
  • 17 Uhr: richtig fett Regen
  • 18:30 Schluss -> liegen am Strand und die Sonne genießen, baden
  • Cocktailempfang (Wein, Wasser, Softdrinks) mit Schnittchen
  • WLAN in der Lounge und Fußball
Tag in länger und bunt:

Der erste Tag der Konferenz beginnt noch ganz schön. Die Sonne ist noch nicht so stark, so dass die Farben nicht so ausgeblichen wirken wie bei der Ankunft am Vortag. Während ich zum Frühstück gehe, ziehen erste Wolken auf – für heute ist Regen angesagt.





























Das Frühstücksbuffet ist reichhaltig und erinnert mich an einen erweiterten Brunch von der Bar Celona mit allen Extras. Nachdem ich mir einen Platz zwischen den ganzen Pärchen und Familien gesucht habe, kommt eine freundliche Bedienung und fragt, ob ich Kaffee möchte. Ja, möchte ich. „Coffee for two?“ ist die anschließende Frage während sie auf den leeren Platz neben mir deutet. „No, only for me…“. Ich versuche mein Frühstück zu genießen, ganz allein, mit Ausblick durch Bäumchen auf das Meer! Zumindest habe ich Gesellschaft von einer bettelnden Katze.

Nach dem Frühstück mache ich mich auf zur Konferenz. Ich bin davon ausgegangen, dass die Konferenz vom Haupteingang aus ausgeschildert ist, da auf der Internetseite keine Informationen zu finden waren. Weit gefehlt. Doch vor mir geht ein Mann durch den Haupteingang in das Hotel und zum Hinterausgang wieder raus, der so aussieht, als wenn er auch zur Konferenz will. Ich folge ihm und finde zumindest schon mal allgemeine Schilder des Hotels zum Konferenzbereich.















Beim Konferenzcenter angekommen finde ich ein kleines Papierschild, welches den Weg zum Registration Desk weist.















Es gibt zwei Konferenzräume, einen großen und einen recht überschaubar kleinen im Folklore-Museum. Einen Media Check gibt es nicht und auch der Chair der ersten Session und Begrüßung wirkt noch etwas planlos. Ich bin gespannt und setze mich erst einmal hin.





























Wir beginnen und ich sehe mich um. Ich habe mich für Nadelstreifenrock und ein schlichtes, schwarzes Shirt entschieden. Im Vergleich zum Hosenanzug eher casual chick, aber hier ich bin total und absolut overdressed! Der Großteil ist in FlipFlops und weiten Bahama-Shorts oder weiten Leinenhosen und ausgebeulten T-Shirt da.
Als ich zum Mittagessen raus gehe, sehe ich, dass es wirklich geregnet haben muss. Der Boden ist zum Teil nass. Während ich zum Essen gehe, beginnt es wieder zu regnen. Es trocknet aber schneller weg, als es von oben fallen kann.

Die Gutscheine für das Mittagessen zählen für das normale Hotelbuffet. Die Kellner scheinen jedoch nicht mit einem punktuell so heftigen Andrang gerechnet zu haben und wirken leicht hektisch. Während ich mit ein paar Rostockern zusammen am Tisch sitze (von denen der eine gerade von einem Kollegen aus dem OFFIS, dessen Name ihm nicht einfällt, just eingeladen worden ist, OFFIS und vor allem das Living Lab zu besuchen) kommt der Kellner und fragt nach den Zimmernummern und ob er uns was zu trinken bringen darf. Ich frage, warum er die Zimmernummern braucht, da wir doch die Gutscheine haben. Er sagt, weil er von seinem Chef beauftragt war, diese abzufragen. Gut, also bekommt er die Nummern. Einen Moment später kommt er mit den Getränken und den Rechnungen wieder. Wir sind verwirrt und zeigen ihm erneut die Gutscheine. Seine Antwort ist, dass die Gutscheine nur für das Essen gelten und berechnet mal locker drei Euro für 1 Liter Wasser. Wir erinnern uns, ich habe am Vorabend 1,5 Liter für 90 Cent bekommen. Während wir noch überlegen, ob wir die Rechnung unterschreiben, ist am Nachbartisch ein Konferenzteilnehmer gegangen, bevor er die Rechnung bringen konnte. Woher sollte der auch wissen, dass er war bezahlen muss. Der Kellner ärgert sich mehr als deutlich und flucht vor sich hin. Es stellt sich später heraus, dass er für jedes nicht bezahlte Getränk privat aufkommen musste! Das erklärt den Ärger!















Nach dem Essen beginnt die Session, in der ich meinen Vortrag halten darf. Der Chair ist eine Frau und sie ist bereits anwesend. Ich kann meinen Vortrag auf das Konferenz-Notebook spielen und testen. Auf dem Rechner läuft alles, doch der Beamer ist noch ausgeschaltet, den die Chair versucht mit einem Logitech Presenter einzuschalten … !
Kurz vor mir hält eine Frau einen Vortrag, die ich wirklich für nicht ganz passend gekleidet halte. Sie trägt ein Schulter freies, eng anliegendes, weißes Kleid, was um die Beine flatterig schwingt, mit silbernen Applikationen und dazu silberne High-Heels. Die Chair gibt sich redlich Mühe, dass die Zeit eingehalten wird, doch wird stumpf ignoriert. Ich halte meinen Vortrag zwar mit Verspätung, bin aber dann froh als er rum ist.

Gegen 17 Uhr ist kurz Pause. Nun regnet es wirklich stark! Die Nachmittags-Session startet theoretisch pünktlich. Die Sprecher sind da, der Beamer ist dieses Mal an, aber der Chair nicht. Der taucht nach deutlicher Aufforderung 20 Minuten später auf. Die Sprecher sind jedoch diszipliniert und der Tag endet mehr oder weniger pünktlich. Als ich den Konferenzraum verlasse sind die Wolken mehr oder weniger weg und es ist klar und sonnig. Ich genieße die tief stehende Sonne noch einen Moment und gehe mich abschließend noch kurz im Meer treiben lassen. Das Wasser ist ruhig und klar.














Um 20:30 ist zur Eröffnung der Konferenz ein Cocktailempfang in der Pool-Lounge. Ich bin vorher noch kurz am Strand und schaue auf den nahen Ort.








Anschließend gehe ich zur Pool-Lounge, die bereits für uns hergerichtet ist.















Cocktails gibt es keine, aber die Getränke sind kostenlos und es gibt prima Schnittchen. Ich stelle mir einen kleinen Teller zusammen und schnacke einen Moment mit einem Spanier, der sich mir vorgestellt hat und mit dem wir gerade einen Antrag zusammen geschrieben haben. Er hatte mich bei meinem Vortrag entdeckt und sich anschließend vorgestellt – die Welt ist klein :o)















Zum Abschluss des Tages nutze ich das WLAN in der Hotellounge mit den Steinsofas erneut, bevor ich den Tag mit dem WM Spiel von Deutschland beende. Wir haben knapp gewonnen und ich kann beruhigt schlafen.

22.06.2010 Anreise nach Samos

Tag in kurz:
  • Anreise: Flug gab es nicht
  • Mini-Flughafen
  • Taxifahrer-Abzocke
  • irres Hotel
  • Meer, baden, Katze kackt in den Sand
  • Wasser im Minimarkt
  • Fußball eher lau
  • Steinelounge - WLAN
Tag in länger und bunt:

Diese Woche darf ich nach Samos zur PETRA. An sich wollte Jochen, mein Chef, hier ein gemeinsames Paper vorstellen, allerdings ist im kurzfristig was dazwischen gekommen. Das Zimmer auf Samos war bereits gebucht und wurde kurzerhand auf mich umgeschrieben.


Größere Kartenansicht

Es geht früh los. Bereits um 4:55 holt mich der Luftibus ab. Bis Athen ist die Reise unspannend, wenn man von dem 1:55 Stunde lang schreienden Kleinkind neben mir absieht. Der Junge wollte sich partout nicht anschnallen lassen. Nachdem der Vater seiner Frau zunächst relativ unbeteiligt zugesehen hat, war er dann so freundlich und hat mit angefasst. Zu zweit haben sie versucht mit allen Mitteln den Jungen hinzusetzen - es ist erstaunlich, wie steif sich so ein Knirps machen kann. In dem Moment tat mir der Junge leid, da ich geglaubt habe, dass er nur Angst hatte. Später hat sich herausgestellt, dass er immer geschrien hat, wenn ihm was nicht gepasst hat, z.B. das Essen nicht schnell genug kam, Papa seinen Orangensaft nicht hergeben wollte, Mama zur Toilette war, er einfach gute Laune hatte. Er hat also nur geschrien, weil er kein Bock auf still sitzen hatte. Insgesamt hat er den Flieger gut auf trapp gehalten. 10 Minuten vor Landung in Athen hat er dann geschlafen.

In Athen angekommen gab es meinen Flug nicht. Er war nicht gecancled, er hat einfach nicht existiert. So kommt es, dass ich statt 1 eben 2 Stunden auf den Anschluss warte. Schlussendlich komme ich aber gegen 16 Uhr Ortszeit auf Samos an.

Der Flughafen auf Samos ist winzig. Wir steigen aus dem Flugzeug aus und gehen die 100 Meter einfach zu Fuß in die Gepäckhalle.















Das hier ist die gesamte Ankunftshall

Hier gibt es ein oder sogar zwei (?) Gepäckbänder! Draußen suche ich mir ein Taxi, um mich zum Hotel fahren zu lassen. Busse scheint es hier so einfach nicht zu geben. Ich teile mir spontan das Taxi mit einem Chinesen. Die Unkenntnis der Insel wird vom Taxifahrer auch direkt ausgenutzt. Er fährt zwar direkt zum Hotel des Chinesen, lässt ihn aussteigen und kassiert 7.50€, dann fährt er noch ein Mal um die Kurve, da mein Hotel genau nebenan ist, und kassiert von mir auch noch mal 8,50€. So macht Griechenland Einnahmen: Eine Strecke zwei Mal kassieren!

Das Hotel ist auf den ersten Blick krass und nicht als solches direkt zu erkennen.















Es besteht zum größten Teil aus vielen kleinen Gebäuden, welche zusammen einem griechischen Dorf nachempfunden sind. Gebucht war Meerblick, daher erhalte ich einen Reihenbungalow mit direktem Zugang zum Strand – uff!




















Ich werde spontan traurig, weil keiner da ist, mit dem ich das teilen kann. Also ziehe ich los und mache ein paar Fotos von den Gassen und Häusern:



















Bei der blauen Tür geht es zu meinem Zimmer







































Nach einem Rundgang entschließe ich mich, doch noch schwimmen zu gehen, obwohl es bereits halb sechs abends ist. Das Meer ist erstaunlich warm, und so schaukel ich einen Moment in den Wellen.




















Am Strand liegen tue ich allerdings nicht mehr, da ein frischer Wind weht und die Sonne nicht mehr stark genug ist, das auszugleichen. Auf dem Weg zurück zum Zimmer sehe ich eine Katze und freu mich … zumindest kurz, denn die Katze ist dabei mitten am Strand, wo alle langlaufen, einen dicken Haufen in den Sand zu setzen. Die buddelt nicht mal zu! Ich bin empört ;o)















Am Abend gehe ich noch mal los, um im Hoteleigenen Mini-Markt Wasser zu kaufen und bereite mich auf überteuerte Preise vor. Ich werde überrascht: 1,5 Liter Wasser kosten 90Cent. Das ist fair. Abschließend gehe ich an der Bar mit dem Public Viewing des WM Griechenland-Spiels vorbei in die Lounge, um mich auf einem Steinsofa hinzusetzen und das WLAN zu nutzen. Das muss man zwar bezahlen, kann es aber trotzdem nicht im Zimmer nutzen, sondern nur in den zwei Bars und der Lounge!















Das Foto habe ich eher am Tag gemacht, abends ist es hier schummerig beleutet. Der Kamin ist aber (zum Glück) aus.

Donnerstag, 10. Juni 2010

Florence Projekttreffen in Malaga - 10.06.2010 Heimreise







Malaga morgens früh um 6:00

Der letzte Tag war arbeitsreich und die Rückreise unspektakulär. Nur der Taxifahrer von Bremen nach Oldenburg hat nicht ganz verstanden, dass wir nicht aus Mallorca kamen, und daher auch nicht berichten konnten, wie das Wetter dort war, sondern auf Mallorca nur umgestiegen sind.

Mittwoch, 9. Juni 2010

Florence Projekttreffen in Malaga - 09.06.2010

Der zweite Tag in Malaga beginnt ähnlich friedlich wie der erste, auch wenn der Himmel wie angekündigt einige Wolken zeigt. Wie gestern bin ich auch heute sehr zufrieden mit dem Frühstück. Ich finde den Brauch, dass zum Kaffee auch immer heiße Milch gereicht wird prima und denke, dass man den auch in Deutschland einführen sollte. Heiße Milch macht aus einem frischen Esspresso einen super Milchkaffee!

Während des Treffens werden aus den paar Wolken wirklich dunkle Wolken. Eine kurze Prüfung bei einem online Wetterdienst sagt tatsächlich Gewitter für den Abend an. Gestern noch hat die freundliche Bedienung gesagt „It never rains in Malaga!“ Vielleicht haben wir uns den einzigen Tag mit Regen im ganzen Jahr ausgesucht, um abends unsere gemeinsamen Social Event am Strand zu verbringen?








http://www.malaga-weather.com/

Bereits beim Verlassen des Gebäudes, in dem die Treffen stattfinden, bauen sich dunkle Wolken auf. Während der Taxifahrt beginnt es zu regnen.


















Unser spanischer Gastgeber erklärt mir auf dem Weg zu unserem Restaurant am Strand, dass das wirklich sonderbar ist, da es niemals (naja, oder zumindest selten) im Juni in Malaga regnet. Daher hatte er extra ein Restaurant am Strand ausgesucht, bei dem man draußen sitzen und auf die Wellen schauen kann. Gut, wir haben uns genau diesen einen Tag mit Regen ausgesucht :o)
Da Restaurant liegt direkt am Strand. Direkt daneben brennt ein großes Feuer, auf dem später die Vorspeise zubereitet wird. Es gibt Stockfisch, der sehr gut ist!










Das Restaurant ist abenteuerlich und wirkt auf den ersten Blick wie eine bessere Bretterbude mit viel Glas. In dem Raum, in dem wir sitzen, kann man den Regen auf dem Dach hören. Wenn es nicht so diesig wäre, könnte man einen tollen Blick auf die Lichter des Zentrums von Malaga am Strand haben. Die Küche ist aber sehr gut und die Bedienung sehr freundlich und umsichtig. Kurz vor dem Hauptgang kommt die Sonne kurz raus und verschafft uns einen schönen Sonnenuntergang.











Als Hauptgang gibt es Paella, original spanisch mit ganzen Garnelen, ganzen Herzmuscheln und diversen Dingen, die ich nicht einordnen kann. Dazu gibt es Bier oder Sangria. Nach dem Hauptgang gibt es tatsächlich noch einen weiteren Gang mit frittiertem Fisch und anschließend gemischte Nachspeisen und Früchte. Gegen 23:30 verlassen wir das Restaurant gemeinsam, zufrieden und sehr satt!










In meinem Hotelzimmer finde ich erneut eine Wettervorhersage für den nächsten Tag. Es soll wieder sonnig und warm werden. Draußen hat es bereits aufgehört zu regnen und der Himmel wird klar.

Florence Projekttreffen in Malaga - 08.06.2010

Der erste Tag des Projekttreffens hat sehr friedlich angefangen. Die Nacht war relativ laut und unruhig, der Morgen war dagegen umso stiller. Die Sonne hat die entfernten Hügel angeschienen, und außer ein paar vereinzelten Frühaufstehern war der Platz unter dem Hotel noch menschenleer.















Der Ort des Projekttreffens liegt gut 20km außerhalb von Malaga. Erst jetzt merkt man, dass die Luft innerhalb vom Kern von Malaga von Abgasen geprägt ist. Außerhalb riecht es deutlich frischer. Es ist bereits morgens um 9 relativ warm, und wird bis Mittag heiß. Wir bekommen jedoch von der Luft und dem Wetter draußen nichts mit, da wir in einem verdunkelten Raum mit Klimaanlage sitzen, den wir nur für eine Mittagspause verlassen.















Gegen Feierabend fahren wir wieder Richtung Stadt – mit dem Taxi, denn es wird gestreikt in Malaga und wir sind nicht sicher ob die Busse fahren. In Malaga angekommen steht erstaunlich viel Polizei auf den Strassen. Im Hotel finde ich einen netten Hinweis auf meinem Bett, wie das Wetter morgen werden soll. Das ist nett!
















Als ich später noch mal eine Runde laufe, um die Läden und den Hafen zu erkunden, gerade ich prompt in eine Demonstration (Die Botschaft ist, dass keine weiteren Leute gefeuert werden sollen aufgrund der Krise, und dass die Krise ausgenutzt wird, um unnötig Personal zu reduzieren, wird mir später erklärt). Damit ist klar, warum so viel Polizei unterwegs ist.















Abends treffen wir uns mit fast allen zu einem gemeinsamen Abendessen. Unsere spanischen Partner wollen uns zeigen, wie man richtig Tapas isst. Das bedeutet an sich, dass jeder eine Art von Tapas bestellt und anschließend alle am Tisch teilen. Wir hatten marinierte Anschovis, frittiertes Gemüse, eine Auswahl an geräuchertem Fisch, Kroketten, frittierte Aubergine mit Honig und ein paar Gambas. An sich ein gutes Essen, allerdings nichts für empfindliche Mägen, da der Großteil doch recht fettreich ist.















Abschließend gehen wir noch einen Moment durch die Straßen, um einen Weinladen zu finden. Dabei entdecken wir in den kleinen Gassen wirklich nette Plätze, die gerade mit der nächtlichen Beleuchtung einen ganz eigenen Charm haben.

Dienstag, 8. Juni 2010

Florence Projekttreffen in Malaga - 07.06.2010 Anreise

Wie in den meisten EU Projekten üblich treffen sich alle Partner in regelmäßigen Abständen, um gemeinsam das Voranschreiten des Projektes zu diskutieren. Diese Treffen finden reihum bei den einzelnen Partner statt. Nachdem das Kick-off in Eindhoven in den Niederlande im Februar bei Schnee und Eis gewesen ist, ist nun das nächste Projekttreffen im Juni in Malaga, bei warmen 30 Grad.

Angereist sind wir mit dem Flugzeug von Bremen über Mallorca (Wo wir Mike Krüger am Flughafen getroffen haben) nach Malaga. Zu berichten gibt es von der Anreise nicht viel. Wir wurden in Malaga von einem Shuttle-Service am Flughafen abgeholt. Das Verladen des Gepäcks war ein wenig abenteuerlich, da die Heckklappe des Autos nicht von außen zu öffnen war, so dass der Fahrer erst die Rücksitze umklappen musste, um dann in den Kofferraum zu krabbeln, um dann von innen die Klappe zu öffnen. Nachdem er uns am falschen Eingang des dann auch noch falschen Hotels abgesetzt hatte, sind wir ein kurzes Stück zu Fuß zu unserem eigentlichen Hotel gegangen - dem Room Mate Larios direkt am Plaza de la Constitution.




















Das Hotel ist gut, vier Sterne, sauber und: Man erhält Äpfel an der Rezeption. Da wir von der Reise mehr oder weniger ausgehungert waren (15 Euro für zwei Baguette und eine Cola in Malle waren einfach nicht einzusehen), hat sich der Inhalt der Schale bei unserer Ankunft auch spontan um ein Drittel reduziert. Ich habe ein Zimmer mit Blick auf den Platz, auf dem ein Springbrunnen steht.















An sich gibt es in dem Hotel auch WLAN. Das Einrichten hat erst zwei SMS zum Austausch der Zimmernummern zwischen Melvin und mir, plus Besuch von mir in Melvins Zimmer und dann ein gemeinsames Klopfen bei Jochen gekostet, bevor wir den Namen des WLANs auch herausgefunden hatten - Informatiker eben, was sonst ist wichtiger als der WLAN Zugang im Hotel! Leider ist der Zugang in der Anzahl der Personen beschränkt, und es ist extreme Glückssache eine freie Lücke zu finden.

Gegessen haben wir in einem ... hm, Restaurant namens El Pimpi. Allerdings gab es gegen 19:30 noch kein Abendessen sondern lediglich Snacks, da es für ein echtes Abendessen in Spanien noch zu früh war. Also haben wir uns mit einer Art Tapas und Salat begnügt ... und natürlich Wein und Sangria :o) ... interessant ist, dass auf den Alkoholischen Getränken vermerkt ist, dass diese nicht von schwangeren Frauen getrunken werden sollten.




















Auf dem Rückweg sind wir an der beleuchteten Kathedrale vorbei gekommen, die sehr schön anzusehen ist. Im Hotel wurde ich von einem Stromausfall begrüßt, der einen in den Fluren nicht mehr die Hand vor Augen sehen ließ. Nach kurzen Lichtintervallen und zwei weiteren Stromausfällen, war der Abend für mich damit auch beendet, so dass ich müde vom Tag ruck zuck eingeschlafen bin - ohne Klimaanlage, denn die war auch kaputt.