Mittwoch, 19. Dezember 2012

Weihnachten

Frohe Weihnachten,
wünschen Hugo, das Weihnachtsmonster und ich! 

Hugo
Hugo findet man auch auf Ravelry

Dienstag, 11. Dezember 2012

Projekttreffen, Eindhoven, 11.12.2012

Im Dezember habe ich in der letzten Woche vor meinem Weihnachtsurlaub noch eine letzte Dienstreise nach Eindhoven. Wir bereiten die letzten Schritte zum finalen Review des Projektes vor, was im Januar zu ende gehen wird.

Wir sind, wie die letzten Male in diesem Projekt, im Queens Hotel am Markt, zentral in Eindhoven abgestiegen. Direkt auf dem Platz wird eine gigantische Eisbahn aufgebaut, die bei Dunkelheit beeindruckend beleuchtet wird:


Mein Zimmer geht dieses Mal nach vorne raus, so dass es drinne, trotzdem die Sonne bereits unter gegangen ist, taghell ist.


Zum Glück werden die Lichter gegen 21:00 Uhr ausgeschaltet, so dass ich in Ruhe schlafen konnte.

Sonntag, 9. Dezember 2012

Nestle Special.T Teemaschine

Hallo zusammen,
vor zwei Wochen habe ich mir die Nestle Special.T Kapselmaschine für Tee zugelegt. Jeder, der sich diese Maschine zulegen will, muss zunächst die unausweichliche Hürde nehmen, die Maschine über den Internetshop zu bestellen:

Bestellung der Maschine
Die Seite des Shops ist eine Microsoft Active Server Page und braucht selbst bei einem modernen Rechner mit angemessener Hardware einen Moment zum Laden. Das kann daran liegen, dass diverse Bilder und Musik geladen werden – Musik, die einen nach min. 1 Minute irre macht! Die Bedienung über ein Tablett oder gar ein Handy ist nicht zu empfehlen, da verschiedene Links, welche auf Bildern liegen, nicht zu erreichen sind. Auch die Scrollbars funktionieren mit Touch-Oberflächen nicht.

Ich habe insgesamt 1,5 Stunden gebraucht, um mich anzumelden, die Maschine in den „Warenkorb“ zu legen und zu bestellen. Sobald man ein Produkt zum Kauf auswählt, wird es rechts in einer Liste aufgeführt, in der auch direkt der Gesamtpreis berechnet wird. Diese Liste ist in der Ansicht der Boutique immer vorhanden, einen richtigen Warenkorb gibt es nicht. Das war auch mein größtes Problem, denn immer, wenn ich die Maschine meiner Wahl ausgewählt hatte und zum bezahlen gehen wollte, war die Leiste leer und ich konnte von vorne beginnen. Dumm war, dass dies auch nach Eingabe der Zahlungsinformationen passiert ist, so dass ich nicht wusste, ob ich nun eine Maschine bestellt habe oder nicht. Da ich keine Bestätigungsmail erhalten habe, habe ich den Vorgang neu durchlaufen und konnte dann … irgendwann gegen 11 Uhr abends … meine Bestellung abschließen.

Um sicher zu gehen, dass ich keine zwei Maschinen bestellt habe, wollte ich den Kundenservice kontaktieren. Der heißt bei der Special.T „Club“. Eine eMail-Adresse gab es nicht, nur ein Webformular, was ich genutzt habe. In der Zwischenzeit habe ich eine Bestätigungsmail erhalten. Auf der Website wurde irgendwo versprochen, dass es einen Link für die Sendungsverfolgung geben sollte, der jedoch in der Bestätigungsmail nicht zu finden war. Ohne noch mal eine eMail über den Versandt oder eine Antwort auf meine Frage zu erhalten, habe ich 4 Tage später meine Maschine erhalten. Noch 5 Tage später habe ich eine Antwort auf meine Webformularanfrage erhalten, dass der Shop ein wenig ausgelastet sei und ich doch bitte die Zeiten außerhalb der Kernzeit nutzen soll, also morgens vor Bürozeit oder abends. Hallo???!?!?! Was ist denn das für eine Antwort. Ich habe abends um 22:30 bestellt. Das ist doch keine Kernzeit. Und die Frage, ob ich nun zwei Maschinen geordert hatte, wurde gar nicht beantwortet. Dazu hieß es nur, dass der „Club“ mich versucht hat anzurufen, da es noch offene Fragen zu meiner Bestellung gäbe, mich aber nicht erreichen konnte. Ich solle doch bitte die Hotline (die immerhin umsonst ist) nehmen oder schreiben. Das habe ich auch versucht. Leider ging bei der Hotline keiner ran und ich bin permanent aus der Leitung geflogen, und die Website war just unavailable. Auf die Mail konnte man auch nicht antworten. Wie soll ich denn da mit dem Club Kontakt aufnehmen? Wie Wär es denn, wenn man mir auf meine Anfrage per Mail antwortet?

Die Maschine 
Da ich mich für die schwarze Variante mit Chrom entschieden habe, hat mich aus der wirklich ordentlichen und sehr aufwändigen Verpackung eine schicke, wertig wirkende Maschine angelacht. Die Bedienung ist einfach: Wasser in den Tank, Kapsel rein, Knopf drücken, warten, fertig! Ein Wasserfilter ist bereits dabei und mit dem Eröffnungsangebot kommen auch direkt mal 40 Kapseln (8 Sorten, je 5 Stück) zum Probieren. Bei jeder Kapselbestellung erhält man ab einem bestimmten Wert einen neuen Wasserfilter im Wert von 6 Euro umsonst dazu. Das finde ich gut.

Der Tee 
Der Tee ist je nach Sorte sehr unterschiedlich! Die parfümierten Tees, die umgangssprachlich im Laden sonst aromatisiert genannt werden, sind zum Teil sehr gewöhnungsbedürftig. Die puren Tees sind mir bisher lieber gewesen, aber ich glaube ich werde noch einen eigenen Abschnitt zu den Tees machen. Insgesamt bin ich der Meinung, dass es ähnlich wie beim Kaffee ist: Wer morgens schnell einen vernünftigen Kaffee will, der zieht ihn sich aus einer Kapselmaschine oder einem Vollautomaten. Wer genießen will, der nutzt unter mehr Zeitaufwand einen Siebträger und schäumt die Milch von Hand. Genauso verhält es sich mit dem Tee. Wer morgens schnell einen Tee will, der ist mit dem Tee der Kapselmaschine zufrieden. Besonders der unbeeinflusste Darjeeling hat es mir gerade angetan. Wenn man jedoch Zeit hat, dann kann man sich den Tee in einer Kanne mit einem Sieb aufbrühen. Der Geschmack ist immer noch einen Tick besser, als der aus den Kapseln. Wobei es auch hier immer auf den Tee ankommt, den man nimmt!

 Leider muss man auch die Kapseln immer über den Shop bestellen. Ich wollte mir eine schöne Übersicht über die Sorten im Internet holen, leider ist der Abschnitt über die Sorten ebenso bescheiden, wie die Bestellung. Man sieht ein schickes Bild, was die Teesorten auf eine Art Rad thematisch anordnet. Mit einem Mouseover erhält man dann Informationen zum Tee. Das finde ich sehr unpraktisch. Es gibt keinen fest stehenden Text. In der Boutique sind die Teesorten dann aufgelistet, leider mit deutlich abgespeckter Information, als sie beim Mouseover angezeigt werden. Zum Glück habe ich mit der Bestellung der Maschine ein Heftchen erhalten, wo die Tees drin aufgelistet werden. Genau dieses Heft hätte ich mir auch als pdf zum Download gewünscht, damit man es Verwandten schicken kann. Gefunden habe ich es aber nicht.

Da ich Verwandte in Hamburg habe, wo sich am Jungfernstieg glücklicherweise ein Nestel Laden mit Teelounge befindet, hatte ich die tolle Idee, mir Tee zu Weihnachten schenken zu lassen. Leider ist auch das nicht möglich. Die Lounge hat zwar alle Maschinen und auch die Tees, aber nur zum Kosten und Probieren, nicht zum Einkaufen. Man kann lediglich dort die probierten Tees mit Hilfe des Personals bestellen und so den online Shop umgehen. Bisher habe ich die Probierkapseln noch nicht aufgebraucht, aber ich bin jetzt schon von der Angabe zur Mindestbestellmenge im Shop verwirrt: „Sie haben die Möglichkeit, 8 oder ein Vielfaches von 15 Packungen zu bestellen (jede Packung enthält 10 Kapseln)“ … .

Das Fazit ist bisher: Maschine super, Teegeschmack sehr sortenabhängig aber okay, Shop und Service eher unbefriedigend und nervenaufreibend.

Donnerstag, 16. August 2012

Montreal, Kanada, 16.08.2012

Heute ist der letzte Tag hier. Das Treffen geht von 7:00 bis 13:30. Dann bleibt mit noch ein wenig Zeit, um noch ein Mal durch Montreal zu schlendern, bevor ich zum Fughafen aufbrechen muss. Mal sehen, ob ich noch ein paar nette Mitbringsel finden oder Fotos machen kann.

Montreal, Kanada, 15.08.2012

Von heute gibt es nicht viel zu berichten. Heute steht das Panel Meeting an. Wir treffen uns um viertel von sieben morgens zur gemeinsamen Fahrt mit dem Taxi zur Uni. Es ist zwar nicht weit, aber es regnet. Leider ist ein Tippfehler auf der Adresse, so dass das Taxi zunächst in die falsche Richtung fährt (was mich auch irritiert hat, da ich dachte, ich hätte am Vortag das Uni-Gebäude schon gesehen). Nach einiger Zeit erkennen wir das Problem. Die Straße, an der die Uni liegt, ist in Ost und West eingeteilt. Irgendwo in der Mitte ist der Nullpunkt und dann steigen die Hausnummern nach Osten und Westen hin auf. Auf dem Zettel mit der Adressangabe stand 845 Ost, leider lag die Uni jedoch 854 West …

[…]

Am Abend verzichte ich auf das gemeinsame Dinner und gehe direkt in mein Zimmer. Ich habe mir im Flieger durch die Kombination aus feucht-warmen Wetter und klimatisierten Räumen eine Erkältung eingefangen. Hoffentlich hilft schlafen, sonst wird es eine unschöne Rückreise. Auch wenn die Leute des Panels aller sehr nett sind und Montreal auch seinen eigenen Charme hat, ich freu mich auf zu Hause!

Ergänzung:
Da ich aus meinem Fenster nicht viel mehr sehe, als die Kathedrale gegenüber, gibt es hier noch mal die passende Abendstimmung zur Morgenstimmung von gestern.

Abendstimmung

Dienstag, 14. August 2012

Montreal, Kanada, 14.08.2012

Es ist fünf Uhr - ich bin hellwach! Mein Plan, den Jetlag auszutricksen und einfach erst zur gewohnten Zeit schlafen zu gehen, hat nicht geklappt. Ich war um eins und um zwei und um vier wach und habe zur Uhr geschaut. Zu Hause wäre es nun ein Uhr mittags und wie gesagt, ich bin wach. Da ich heute bis neun Uhr abends in einer Vorbesprechung sein werde, macht es mir ein wenig Sorgen, dass ich nicht mehr schlafen kann, so dass ich noch bis 6 Uhr döse und dann bis halb acht lese. Zumindest habe ich so ein morgendliches Foto machen können.
Morgenstimmung
Den Vormittag habe ich noch frei, also gehe ich gegen 9 Uhr aus dem Hotel, mal sehen, wie die Uni aussieht.Vorher mache ich jedoch einen Abstecher in die Marien Kathedrale, da ich von meinem Hotelfenster aus gesehen habe, dass die Türen geöffnet sind. Nach meiner Erfahrung mit der Notre Dame bin ich ein wenig skeptisch, ob ich einfach so hinein gehen darf, doch der Mann an der Tür läd mich freundlich ein. Die Kathedrale ist beindruckend von innen!
Kathedrale Marie Reine du Mont von innen

Der Campus besteht aus schönen alten Gebäuden. Da aktuell vorlesungsfreie Zeit ist, sind jedoch viele der Gebäude hinter Gerüsten und Planen verborgen. Die Bibliothek gefällt mir am besten.
McGill
Nach der zweiten Runde um den Campus entdecke ich auch das Gebäude, in dem ich am nächsten Tag das Treffen haben werde. Jetzt ist es jedoch erstmal Zeit für ein kurzes Frühstück bei „Second Cup“. Es ist ein komisches Gefühl in einem so kleinen Laden zwischen den Hochhäusern zu sitzen.

Unter dem Baum mit der dunkleren Krone habe ich gesessen
Nach meinem Frühstück laufe ich kreuz und quer die Einkaufsstraße und deren Parallelstraßen auf und ab. Der Einkaufsbummel entpuppt sich allerdings eher als ein Kirchenbummel. Ich komme erst zur Christ Church Anglican Kathedrale, dann zur St. James Church United und später noch zur Church of St. James the Apostle. Diese Kirchen sind auch sehr schön, aber bei weitem nicht so beeindruckend wie die Marie-Reine-Du-Monde Kathedrale. Am Ende habe ich nichts gekauft, aber immerhin ein Google-Gebäude gefunden, wenn auch nicht das neue Google Nexus 7 Tablet.


Gegen zwei habe ich Blasen unter den Füßen, kaufe mir einen Tea-to-go (Irgendwie hat sich dieser Trend in Deutschland noch nicht durchgesetzt, aber es ist klasse … so viele Teesorten!), und setze mich dann in den Schatten vor der Uni und mache Pause. Das Wetter ist zwar schön, aber es herrscht auch eine hohe Luftfeuchtigkeit, die einem zu schaffen macht. Es ist auch bald Zeit zum Hotel zu gehen, da das Vorbereitungstreffen näher rückt.

Ach: Strick-Graffiti gibt es auch hier:

Eingehülle Steinfiguren auf einer Bank

Montreal, Kanada, 13.08.2012

Diese Mal verschlägt es mich nach Montreal, Kanada. Ich bin eingeladen, einen kanadischen Antrag zu begutachten. Dieser wird mit einem Komitee aus mehreren Personen von Dienstag bis Donnerstag besprochen.
Da ich eine lange Anreise habe, darf ich bereits am Montag anreisen. Um 5:50 geht mein Taxi von Oldenburg nach Bremen. Von dort fliege ich dann zunächst nach Frankfurt und dann am frühen Mittag weiter direkt nach Montreal. Durch die Zeitverschiebung komme ich nur eine Stunde später in Kanada an. Doch bevor ich nach Montreal in die Stadt fahren kann, stehe ich fast eine Stunde in der Schlange am Zoll. Es ist wie im Heidepark, wo man ewig lange die gewundenen Bahnen vor der Wildwasserbahn ansteht, nur dass der Spaß am Ende fehlt. Es ist aber auch erstaunlich, dass für die Flut an Anreisenden nur 4 Schalter offen sind. Anschließend stehe ich eine weitere halbe Stunde am Schalter für das Busticket an, langsam bin ich das Anstehen und Warten ein wenig satt. Dafür ist die Busreise nach Montreal erstaunlich einfach. Der Bus fährt direkt vor dem Flughafen in hoher Frequenz ab, und entgegen den Erfahrungen aus San Diego, wo man raten musste, welche Haltestelle als nächste folgt, werden die Haltestellen vorher laut und deutlich mit Nummern ausgerufen … nur, dass der Busfahrer trotzdem bei einer Haltestelle dann verpennt, auch wirklich zu halten. Der Bus hält genau vor dem Hotel. Ich bin jedoch irgendwie verpeilt, denke, dass ich mich in einer Parallelstraße befinde, und laufe vollkommen umsonst ein Mal um den Block. Nun gut, zumindest weiß ich, dass ich nicht weit laufen muss, um am Donnerstag nach dem Treffen mit dem Bus wieder zum Flughafen zu kommen.
Im Hotel angekommen freue ich mich, dass an der Rezeption Wasser mit Zitrone steht, denn ich bin ziemlich durstig. Hier ist es warm und trotzdem auch irgendwie feucht. Ich habe ein Zimmer im 10. Stock und blicke tatsächliche, wie auf der Homepage des Hotels zu sehen, auf die Kathedrale Marie Reine du Mont.

Kathedrale Marie Reine du Mont - Blick aus meinem Fenster
Unten im Hotel ist auch der Beavers Club ;o)


Nach einer kurzen Verschnaufpause mache ich mich wieder auf. Ich habe mir vorgenommen, den restlichen Nachmittag über Old Montreal anzusehen. Im Reiseführer waren Bilder von alten, viktorianischen Häusern und die Basilique Notre Dame wird mit ihrer neu-gotischen Bauweise als ein Must-see angegeben. Auf dem Weg dahin sehe ich tatsächlich ein paar schöne Häuschen, eingerahmt von Abbruchmauern oder Hochhäusern. Die Basilique Notre Dame ist jedoch sehr beeindruckend. Ich versuche, zu verstehen, ob und wann und wie man in die Kirche kommt. Es gibt Messezeiten, aber es gibt auch einen Eintrittspreis und einen erhöhten Eintrittspreis für eine extra Lichtpräsentation. Direkt vor meiner Nase werden die Türen geschlossen. Es ist werde Messe- noch Lichtpräsentationszeit und ich bin verwirrt.

Basilique Notre Dame
 Da ich eh nicht die richtige Kamera dabei habe, um in dem halbdunklen Schummerlicht gute Bilder zu machen, lasse ich mich nicht weiter irritieren und gehe weiter zum alten Hafen, dann den Jacques-Cartier Platz wieder hoch, an der Basilique Notre Dame von der anderen Seite kommen wieder vorbei und zurück Richtung Hotel. Es ist kurz vor sechs und ich merke die Reise sehr. Insgesamt scheint mir Montreal eine wilde Mischung aus wirklich alten, schönen Gebäuden und Hochhäusern. Die schicken Bilder im Reiseführer habe ich aber nicht gefunden.Entweder ich bin nicht die richtigen Straßen entlang gegangen oder die Fotos waren sehr geschickt gemacht.
Alt und neu
Um halb acht fallen mir die Augen zu, auch wenn ich noch wach bleiben wollte, um dem Jet Lack keine Chance zu geben.

Freitag, 22. Juni 2012

Florence Projekttreffen in San Sebastian - 22.06.2012

Heute ist der letzte Tag. Wir Arbeiten bis nachmittags und fahren dann mit dem Bus nach Bilboa, von dort fliegen wir über München zurück. Halb zwölf bin ich ziemlich müde wieder zu Hause.

Donnerstag, 21. Juni 2012

Florence Projekttreffen in San Sebastian - 21.06.2012

Heute Morgen ist es sonnig!

Blick aus dem Hotelfenster
... aber kaum, dass wir bei der Arbeit ankommen, wird es extrem stürmisch und zieht zu. Mittags ist es richtig kühl geworden, als wir zum Mittagessen gehen. Heute gibt es "Russian Salad" als Vorspeise, Kabeljau als Hauptgericht und Obstsalat zum Nachtisch. Ich esse von den Hauptgerichten nur die Hälfte und fühle mich deutlich besser als die letzten beiden Tage.
Ausgehend von Tomaten entbrennt eine Diskussion darüber, ob Tomaten wirklich Gemüse oder Früchte sind, dass Erdbeeren keine Beeren sondern Nüsse sind und dass Artischocken zu den Diesteln gehören. Google/ Wikipedia sagen dazu: "Erdbeere zählen aus botanischer Sicht nicht zu den Beeren, sondern zu den Sammelnussfrüchten" - die kleinen Nüsschen sind die Punkte außen drum rum. Und auch die Tomate ist kein Gemüse sondern "umgangssprachlich wird vor allem die als Gemüse verwendete rote Frucht, die eine Beere ist, als Tomate bezeichnet". Als Artischocken isst man die Blütenstände der "distelartigen, kräftigen Kulturpflanzen". Nun sind wir gut vorbereitet für das gemeinsame Abendessen.

Zum Feierabend fängt es passend an zu regnen, hört aber wieder auf, wenn wir zum Essen gehen. Es ist angenehm frisch. Das Social Event findet im "Urbano" statt. Es gibt 3 Gänge und in jedem Gang können wir wählen.

Menü in Baskisch und für uns in Englisch
 Ich versuche den Tomatensalat, die Tintenfische und das Ananas-Soufflé. Der Salat ist mit Thunfisch-Tatar, der halb-roh ist und schmeckt wirklich exorbitant. Die Tomaten haben extrem viel Geschmack. Bei den Tintenfischen bin ich zunächst skeptisch, da der eine mit der Tinte der Tintenfische zubereitet ist, aber unser spanischer Partner sagt mir, in Spanien muss man ein bisschen mutig sein beim Essen, das meiste schmeckt sehr gut. Und sie hat recht! Das Soufflé habe ich mir anders vorgestellt, aber auch das ist lecker und bildet einen guten Abschluss. Insgesamt war es nicht zu viel für einen Abend und wirklich richtig lecker. Danke!

Links nach rechts: LOCAL TOMATO salad, SMALL SQUID, Pineapple SOUFFLÉ

Mittwoch, 20. Juni 2012

Florence Projekttreffen in San Sebastian - 20.06.2012

Tag zwei beginnt auch grau, mausert sich aber gegen Mittag zu einem sonnigen und fast klaren Tag, was wir jedoch (vorerst) nur in der Mittagspause kurz merken.
Das Verständnis eines kurzen Mittags der Spanier gleicht nicht unbedingt dem meinen, denn es gab bereits gestern und heute je 3 Gänge. Gestern gab es zunächst eine Quiche als Vorspeise, dann Schweinebraten mit Pommes als Hauptgang und als Nachtisch eine Apfeltart mit Puddingfüllung - aus dem Grund konnte ich gestern auch gut auf das Abendessen verzichten. Heute gab es Paella - als Vorspeise! - dann zwei Hamburger-Frikadellen, Pommes und Soße und als Nachtisch so was ähnliches wie Arme Ritter. Puh! Vielleicht lasse ich das Abendessen heute auch wieder aus...

Es ist halb sieben und der Feierabend naht, und prompt fängt es an zu gießen wie aus Eimern. Vom Sonnenschein ist nichts mehr zu sehen.

Die nette Aussicht vom Vortag bei Regen

Am Abend gehen wir in den Hafen, weil die meisten Fisch essen wollen. Es ist immer noch sehr grau und tröpfelt ein bisschen, aber es ist definitv trockener als am Nachmittag.

Hafen von San Sebastian
 An der Spitze des Hafens kehren wir in das "Sebastian" ein und erwischen wahrscheinlich das teuerste Fischrestaurant vor Ort. Ich bin im Nachhinein doch ganz froh, dass ich vom Mittag noch so satt bin, denn bei den Preisen fällt man vom Glauben ab. Salat (Eisberg mit Tomaten und Zwiebeln in Olivenöl ertränkt) 5 Euro, fast kein Fisch unter 20 Euro und nach oben fast offen. Die Niederländer teilen sie je zu zweit einen Steinbutt und mein Gegenüber ist denn Thunfisch für 18 Euro, der immerhin ein bisschen Salat mit einer Olive dabei hat (Foto).

Steinbutt (links) und Thunfisch (rechts)
Die Rechnung lässt anschließend alle die Ohren schlackern. Mit sieben Personen haben wir eine Summe von 251 Euro generiert - der Steinbutt, der für zwei Personen mit 58 Euro angepriesen wurde (zumindest hatten wir das so verstanden) kostet dann doch nicht knapp30 Euro pro Person, sondern eher 40 Euro pro Person, da der rohe Fisch gewogen wurde und der Preis bei 58 Euro pro Kilo lag. Immerhin hatte jede Person zwei Filetstücke für die 40 Euro.

Durch die Küche zu den Toiletten
  Wirklich eigenartig fanden wir, dass man durch die offen Küche zu den Toiletten gehen musste - vorbei an den Pfannen, Töpfen und offenen Lebensmitteln und dem aufgestapelten Fisch.

Hafen bei Nacht
  Zumindest der Abend ist dann recht hübsch anzusehen und wir gehen zu Fuß zum Hotel zurück.

Dienstag, 19. Juni 2012

Florence Projekttreffen in San Sebastian - 18./ 19.06.2012, Anreise, Ankunft und Arbeit

Die Anreise nach San Sebastian verlief ohne Probleme. Nachdem wir mit Delta und KLM nach Amerika gereist sind, weiß man auf jeden Fall die Lufthansa wieder mehr zu schätzen. Und auch der Bus von Balboa nach San Sebastian war gut zu finden und pünktlich. Das Wetter ist allerdings weniger angenehm. Während wir in Frankfurt bei Sonnenschein abgeflogen sind begrüßten uns gestern hier dicke Wolken.
Geschäftiges Treiben am Flughafen in Frankfurt bei Sonne
Wir konnten jedoch trocken vom Hotel aus in die Innenstadt gelaufen, um uns was zu Essen zu besorgen. Dabei sind wir am Wasser entlang auch an der Maria Christina Brücke vorbei gelaufen bis hin zur Zurriola-Brücke, an der man das Meer und das Kurhaus sehen kann.

Maria Christina Brücke in San Sebastian
 Beginn der Bucht und erster Blick auf das Meer
Heute Morgen werde ich vom Regen geweckt, der gegen die Scheibe prasselt und es ist so dunkel, dass ich nicht schon vor dem Wecker wach werde. Ich frage mich, ob es hier einfach später hell wird, oder ob das düstere Licht nur vom Wetter kommt. Während des Frühstücks gewittert es ordentlich, so dass wir uns Schirme vom Hotel leihen, damit wir halbwegs trocken zur Bushaltestelle kommen. Nach 10 Minuten Busfahrt sind wir ein Stück höher in den Bergen, wo unser Partner sein Institut hat. Hier regnet es nicht mehr ganz so stark, und man hat einen netten Ausblick von der Pause-Ecke aus - die brauchen wir zu Hause auch noch :o)

Pause mit Aussicht
Nun ist jedoch keine Pause mehr - also später mehr...

Kurz nach sechs machen wir Feierabend, so dass wir halb sieben im Hotel sind, wo ich schnell noch ein Foto machen lasse.

Der gute Papp-Mann sitzt in der Lobby des Astoria Hotels
Um sieben geht es dann direkt weiter in die Stadt, wo wir auf dem Plaza de la Constitución bei einem kühlen Bier und Rotwein besprechen, wo wir essen wollen. Zum Glück hat es aufgehört zu regnen, auch wenn immer noch dicke Wolken am Himmel stehen.

Bucht von San Sebastian
Da wir erst gegen halb neun eine Entscheidung haben, entschließe ich mich, die Runde hier zu verlassen. Es ist mir zu spät geworden, um noch zu Essen. Also mache ich mir auf zum Hotel und beende den Tag hier.

Montag, 11. Juni 2012

Nächste Woche geht es wieder los - San Sebastian, Spanien

Gerade mal drei Wochen wieder zu Hause, schon geht es wieder auf Tour. Unerwartet werde ich doch mit zum Projekttreffen nach San Sebastian in Spanien reisen. Los geht es nächste Woche Montag, 18.06.2012 von Bremen über Frankfurt nach Bilbao und dann noch eine Stunde weiter mit dem Bus.
Das Wetter ist, laut unserem spanischen Partner, auch nicht berauschend - es regnet in Strömen. Der Juni wird generell als vergleichbar mit unserem April angekündigt.

Hier ein aktueller Wetter-Ticker:

Montag, 28. Mai 2012

Rückreise San Diego - Detroit - Amsterdamm - Bremen

Der letzte Morgen ist angebrochen. Nachdem wir alles in die Koffer gestopft haben, stehen wir um viertel vor acht bereits früh vor dem Hotel und lassen uns vom Shuttle zum Flughafen bringen. Der Mensch von Delta Airlines ist zwar sehr nett und macht noch Scherze, dass Thomas seinen Wein, den er für das best Paper bekommen hat, nicht "exportieren" darf, dafür verstehen die Personen am Security Check keinen Spaß. Über den Laufbändern, auf denen man sein Handgepäck ablegen muss, hängt ein Schild mit der fetten Aufschrift "No Jokes!" und es läuft ein grimmig drein schauender Mann auf und ab und proklamiert, dass man gefälligst seine Taschen leer haben solle, Kleingeld, Portemonai, Reisepass, Boardkarte währen alles feine Dinge, gehören aber nicht in die Taschen!

Unser Hotel
Nach vier Stunden Flug und einer Zeitverschiebung von 3 Stunden (relativ zu San Diego) landen wir in Detroit zwischen. Hier haben wir genug Zeit, um uns in den Geschäften jeweils ein Nackenkissen für den langen Flug zu kaufen, und dann noch bei Taco Bell was zu Essen. Durch die Zeitverschiebung ist irgendwie der ganze Tag weg, so dass kurz vor dem Boarding bereits die Sonne unter geht.
Unser Flugzeug von Detroit nach Amsterdamm
Unser Kalifornien-Fazit:

Die Reise war schon lang, hat sich aber definitiv gelohnt. Es ist beeindruckend, wie groß die USA ist und dass man allein beim Überqueren von ein paar Staaten bereits 3 Stunden Zeitverschiebung hat.

Hin: Bremen (A) - Amsterdam, NL (B) - Minneapolis, Minnesota (C) - San Diego, Kalifornien (D)
Rück: San Diego, Kalifornien (D) - Detroit, Michigan (E) - Amsterdam, NL (B) - Bremen (A)

Uns hat es extrem gut gefallen. Die Lebensart in Kalifornien ist tatsächlich ein bisschen so, wie man es sich vorstellt: immer gut drauf, Sonne im Herz und Surfbrett unter dem Arm. Die überwiegende Zahl an Personen, die wir getroffen haben, war extrem freundlich und offen und vor allem immer und überall zu einem kurzen Gespräch aufgelegt, bei dem man denken könnte, man kennt sich schon ewig. So klärte uns z.B. der Inhaber von Bubbas' darüber auf, wem man wie viel Trinkgeld gibt (They have to kiss your ass for 20% tip ...), kommt beim Essen an den Tisch und schnackt kurz mit uns über das Essen. Ähnliches erleben wir mit den Busfahrern, dem Verkäufer in dem Schokoladen oder anderen - ich sogar beim Einreisen mit dem Mann beim Zoll!

Das zweite, was uns aufgefallen ist, ist das Über die Straße gehen. Sobald man auch nur in die Nähe des Straßenrandes kommt und über die Straße blickt, halten die Autos an. Wir haben erst gar nicht verstanden, warum die Autos dauernd stehen, bis und permanent rüber gewunken wurde und wir verstanden haben, dass die alle warten, auch mitten im stark befahrenen Kern von San Diego. Nach der halben Woche haben wir schon echt ein schlechtes Gewissen bekommen, wenn wir noch ein wenig ratlos an der Kante vom Bürgersteig gestanden haben und nicht so recht wussten, wo wir hin gehen wollen, aber die Autos angehalten haben. Man bekommt automatisch den Dran, sich zu beeilen, weil die alles so nett sind und warten. Selbst der Busfahrer hält, als ein Fußgänger eine ausgewiesene Busspur, auf der eigentlich nie ein Fußgänger was verloren haben sollte, die Straße passiert. Wir wundern uns, ob es einfach nur Freundlichkeit ist, oder ob die Leute einen sofort verklagen, wenn man sie mit dem Wagen schneidet, und man daher lieber wartet.

Thomas kulinarische Erfahrungen - Ein Fazit


Da wir unseren kulinarischen Auftrag des Testens aller gängigen Fast Food Ketten noch nicht ganz geschaft haben, gehen wir in Detroit zu Taco Bell. Ich esse einen großen Burrito mit Huhn, Bohnen und undefinierter Matsche (ich glaube, helle Soße, irgendwas mit Chillis und so was ähnliches wie Guacamole) und einen weichen Taco, während Thomas die Dreierpackung crispy Tacos wählt und anschließend unser restliches Kleingeld für Nachos raus haut. Das Esse ist so weit okay, kann aber um Längen nicht mit Rubio's mithalten, wo alles so schön frisch war. Die Nachos sind schon ziemlich wiederlich mit dem geschmolzenen Käse - Thomas sagt, ein feuchter Traum für jeden Junk-Food-Liebhaber!

Crispy Taco  bei Taco Bell
Nachos mit Käse, Sauce, Rindfleisch und Tomaten
Nun aber zu unserem Abschließenden Ranking der Ketten:


Gewinner ist ganz klar Rubio's, der ursprünglich mal in San Diego gegründet wurde und sich dann weiter verbreitet hat. Bei Rubio's hatte man das Gefühl, tatsächlich mexicanisch zu Essen (das Essen war definitiv besser als hier in Oldenburg im Rondel, was sich mexicanisches Restaurant schimpft), der Laden war sauber und die Menschen sehr nett. Anschließend kommt Wendy's, weil auch hier der Burger wirklich frisch war, ebenso wie die Pommes. An dritte Stelle schaft es noch Taco Bell, bevor wir Jack in the Box eindeutig an letzter Stelle platzieren. Von der Location mal abgesehen war auch das Essen einfach nicht gut. Schade, als zweiten Laden, der neben Rubio's ursprünglich aus San Diego kommt, hätten wir uns in seiner Heimatstadt mehr erhofft.

Unabhängig von den Fast Food Ketten kann man in San Diego - wie auch in Deutschland - sehr unterschiedlich gut und teuer essen. Man merkt insgesamt die Nähe zur mexikanischen Grenze und dem Ozean, so dass viel gutes, mexikanisches Essen oder Fisch/ Meeresfrüchte angeboten werden.

Samstag, 26. Mai 2012

Balboa Park, San Diego, Kalifornien - 6. Tag


Der letzte Tag ist angebrochen und heute steht Balboa Park an. Bevor wir uns nach San Diego auf machen frühstücken wir in der "Brockton Villa" in La Jolla, einem für seine French Toast bekanntes Restaurant. Da wir sehr früh dran sind, bekommen wir draußen einen Platz auf der Terrasse mit Blick auf die Küste, der auch durch das diesige Wetter (es nieselt zwischendurch sogar) nur wenig gemindert wird. Schnell wird es voll, und die wenigen Plätze mit Meerblick sind ruck zuck weg. Während wir essen fliegen Pelikane dicht über das Meer und ich bekomme als Abschiedsgeschenk noch ein Mal eine Blick auf Kolibris vergönnt, die direkt neben unserem Tisch Nektar aus einer Blume trinken.

Kolibri beim Frühstück
 Thomas meint, dass das nun doch ein bisschen "spoiled" und fast schon zu viel des Guten wäre. Trotzdem genießen wir den Moment und das wirklich hervorragende Frühstück. Schade, dass die Woche schon vorbei ist. Das Leben hier könnte uns schon gefallen mit dem Meer und den Palmen und Flip Flops als Standardschuhwerk.

Blick aus der "Brockton Villa" - Thomas Sicht


Blick aus der "Brockton Villa" - Melinas Sicht
Von La Jolla aus fahren wir mit der Linie 30 bis Downtown und laufen von dort aus nach Norden, um über die Cabrillo Bridge in den Balboa Park zu gelangen, die über den Freeway führt. Der Park beginnt jedoch schon deutlich vor der Brücke mit reichlich grün und den nun bereits gut bekannten Ansammlungen von Squirrels. Dazu kommen noch sehr interessierte Eichhörnchen, die bei uns beiden Touristen leichte Beute wittern und zielsicher heran kommen, um uns zu begrüßen. Ich hocke mich hin und halte dem einen die Hülle von meinem Fotoapparat hin. Das Eichhörnchen kommt so nah heran, dass es an der Hülle schnuppert. Nachdem es jedoch recht fix begriffen hat, dass es von uns wohl nichts gibt, zieht es von dannen.

Eichhörnchen im Balboa Park
Cabrillo Brück und Eingang in den Balboa Park

Unser erster Anlaufpunkt ist die Touristeninformation, um uns ein Tagepass für bis zu fünf Museen/ Gärten zu kaufen. Da das Wetter heute wirklich unangenehm kalt ist, entscheiden wir, erst ein paar Museen anzusehen und dann die verschiedenen Gärten. Als erstes gehen wir in das Museum of Man und vergleichen die Evolution der Affen mit der des Menschen. Dabei lernen wir, dass der Mensch 50% seiner DNA mit einer Banane glemein hat. Das sollte doch so einiges erklären ;-)

Museum of Man: Wie viel hat der Mensch an DNA gemeinsam mit ... z.B. einer Banane?
Neben der Evolution wäre das Museum auch super für den Biologieunterricht der Oberstufe gewesen. Es wird sehr anschaulich der Aufbau von Zellen, die Mitose und Vermehrung erklärt, hierbei unter anderem auch das Heranwachsen eines Embrios inkl. kleinen Plastikmodellen. Bereits nach 1,5 Wochen kann man Arme und Beine erkennen und nach 12 Wochen sieht der winzige Knubbel schon aus wie ein Mensch in mini! Es wird auch die Geburt sehr, sehr anschaulich dargestellt (Mehrere Schritte wie es durch den Muttermund wandert, bis der Kopf draußen ist, der bei der ganzen Sache ziemlich deformiert wird), so dass ich mir das mit dem Kinderkriegen nochmal sehr gut überlegen werde.

Museum of Man: Das Kind passt durch die Hüftknochen durch ... irgendwie.
Als nächstes lockt uns das Museum of Photography. Leider stellt es sich als unglaublich langweilig heraus, da es scheibar nicht theamtisch sortiert (zumindest war es uns nicht erkennbar) war und auch nur wenig wirklich künstlerische Fotos gezeigt hat. Bei den meisten  hatte man den Eindruck, dass es irgendwelche Schnappsüsse waren. Hier und da sind ein paar interessant, weil sie einfach alt sind und das Leben aus den 50igern gezeigt hat.
Museum of Photography am el Prado
Als drittes sind wir im Natural History Museum, was uns ziemlich gut gefällt. Hier gibt es eine Ausstellung über Dinosaurier, eine mit den Tieren des Meeres von Kalifornien und eine extra "Skulls" Ausstellung, die von allen möglichen Spezies die Schädelknochenzeigt und vergleicht.

Nach drei Museen schlendern wir anschließend erstmal durch den Park und sehen und die Gebäude rund um el Prado und den Botanischen Garten an. Alles ist sehr schick und gefällt uns gut.

Blick auf den botanischen Garten, der in einer Holzkonstruktion untergebracht ist.
Dann sind verschiedene Gärten dran. Wir sehen den Desert Garten mit vielen Kakteen, die im Gegensatz zu hier alle draußen wachsen können, den Rosen Garten und gehen zum Japanischen Garten, der ein Museumstickt gekostet hätte. Da die Gärten davor jedoch schon relativ unspektakulär angelegt worden waren, und man auch von draußen einen Blick auf den Japanischen Garten erhaschen konnte, der uns nicht minder unspannend erscheint, entscheiden wir, den Japanischen Garten nicht anzusehen.

Mittlerweile ist es bereits früher Nachmittag und wir stellen mit Schrecken fest, dass die Museen nur bis 4 oder maximal halb fünf offen haben. So beenden wir unseren Kulturtag mit dem Mingei Museum, was Kunst aus allen verschiedenen Ländern ausstellt. Zum Glück ist das Museum klein, so dass wir die komplette Ausstellung bis zum Schließen des Museums schaffen. Hier gab es wirklich alels mögliche zu Gucken, von Kopfbedeckungen aus allen Herrenländern über Winke-Katzen aus Japan bis hin zu Popart-Bildern einer bestimmten Künstlergruppe.

Anschließend lassen wir eine Museumskarte verfallen und fahren mit dem Bus noch mal nach Downtown, wo wir unseren kulinarischen Auftrag noch mal aufnehmen und "Jack in the Box" testen. Bevor wir jedoch den Park verlassen sehen wir neben vielen Hundespaziergängern auch eine Frau, die ihr Schwein ausführt.

Spaziergang mit Hausschwein
Der Ort, an dem der Jack in the Box liegt, scheint jedoch nicht der beste, denn es sitzen einige Obdachlose im Restaurant, die sich ihre temporäre Unterkunft mit regelmäßig bestellten Kaffees erkaufen, und auch das ganze Ladenlokal ist runtergekommen. Das Mobiliar sieht abgenutzt aus und der Teppich ist fleckig. Währen wir auf unser Essen warten geht ein junger Mann in glänzender Jogginghose, der seinen Burger eigentlich schon hat, auf und ab und redet ohne Pause auf einen anderen, jüngeren Mann ein: Er sei im Knast gewesen und nun aber wieder frei, er hätte viele Fehler gemacht, er wünscht keinem seinen Lebensweg und er wolle für den anderen nur das beste! Alles begleitet von vielen, vielen "God bless you, guy!". Schließlich ist er mit seiner Ansage aber fertig und geht. Der Blick draußen fällt auf Hochhäuser und eine rissige Straße. Hier bleiben wir nur, so lange bis wir aufgegessen haben!

Jack in the Box, San Diego Downtown
Nach dem Essen schlendern wir noch kurz durch Downtown, damit ich mir auch ein "San Diego" T-Shirt kaufen kann und verabschiedenen uns anschließend von der Stadt und fahren zum Hotel zurück. Abends stürmt es heftig und wir beschließen den Tag mit dem zweiten, fetten Schokoladen-Apfel.

Thomas kulinarische Erfahrungen - Tag 6



Zum Frühstück in der "Brockton Villa" esse ich den French Toast, der hier der "Coast Toast" ist. Thomas bestellt sich einen "Naughty  Burrito"mit Rührei. hausgemachter Carne Asada (mexikanisch zubereitetem Fleisch), Käse, Kartoffeln, Pepperoni und Guacamole. Beides ist teuer aber auch gigantisch. Der Toast ist außen fluffig und innen zart wie Pudding. Dazu gibt es frisches Obst (ich hätte auch Kartoffeln nehmen können, das kam mir aber irgendwie unpassend vor). Der Burrito ist nicht weniger spektakulär, frisch und sehr lecker.

Coast Toast und Naughty Burrito

Abend essen wir im "Jack in the Box", was neben dem Rubio's seine Wurzeln ebenfalls in San Diego hat. Das Essen hier ist passend zum oben beschriebenen Ambiente. Die Burger werden zwar frisch gemacht, was anscheinend ein wesentlicher Unterschied zu Deutschland ist, wo die Dinger bei McD. zum Beispiel ja meist in den Regalen liegen und damit auch schon mal latschig sein können, Leider scheint das aber auch das einzige Plus zu sein. Sie sind nicht schlecht, aber auch nicht gut. Zusammen mit der Lokal an sich, ist das kulinarische Erlebnis definitiv eher ein negatives Highlight.

Jack in the Box Essen

Freitag, 25. Mai 2012

La Jolla, San Diego, Kalifornien - 5. Tag

Heute ist der letzte Tag der Konferenz und Thomas hält in der letzten Session als vorletzter Redner der Konferenz seinen Vortrag. Morgen steht noch ein letztes Dienstgeschäft an. Für heute habe ich mich entschlossen, den Vormittag hier beim Hotel noch mal am Strand dem Treiben zu zusehen und nicht mit zur Uni zu fahren. Leider ist es den ganzen Morgen über stark bewölkt und durch einen kräftigen Wind sehr kühl. Dennoch sind wieder Unmengen an Kayak-Fahrern unterwegs. Ich unterhalte mich eine Weile mit einer Amerikanerin, die mir erzählt, dass es unter anderem auch ganze Schulklassen sind, die hier zum Kayak-Fahren her kommen.

Während wir so plaudern können wir Taschendiebe der ganz speziellen Art beobachten: Möwen. Die Vögel sind unglaublich frech und ziehen in Gruppen zwischen den Taschen der Klassen hin und her, um hier und da alles aus den Taschen zu ziehen, was irgendwie nach Essen aussieht.

Möwen-Gang auf Nahrungssuche - die zweite von rechts war erfolgreich.
Die Gruppe der auf dem Foto abgebildeten Möwen fällt auch einer anderen Amerikanerin auf, die los läuft, um die Vögel zu verscheuchen. Dazu lässt sich einen Burrito neben ihrer Freundin auf dem Handtuch liegen, der binnen weniger Sekunden von den Möwen entdeckt, geschnappt, in der Luft zerrissen und aufgegessen ist. Das Geschrei ist groß und macht Amerikanerin lautstark ihrer Empörung Luft, dass die Biester mal eben einen kompletten Burrito geklaut haben (They ate my whole burrito! I cannot belief it, they ate the whole burrito, I am so hungry, wooooo, I could kill that birds!). Für einen Außenstehenden ist das Spektakel schon recht unterhaltsam. Ein paar Jungs haben das ganze ebenfalls beobachtet und wollen die Möwen nun austricksen. Dazu legt sich einer in eine Kuhle und wird mit einem Handtuch abgedeckt. Auf das Handtuch werden Chips gelegt. Dann warten sie. Als mehrer Möwen auf dem Handtuch und dem Jungen sind, springt dieser plötzlich auf. Gefangen haben sie aber keine Möwe.

Rache an den frechen Möwen
Am Nachmittag gehen wir noch ein Mal nach La Jolla Village. Es soll noch eine Reihe weiterer Tide Pools geben und außerdem hat es mir dort am Sonntag gut gefallen, so dass ich noch ein Mal hin wollte. Heute ist an den kleinen Stränden deutlich weniger los und die Seehunden liegen sogar faul im Sand. Man kann bis zu ihnen heran gehen.

Auf dem Weg zu den Tide Pools kommen wir an vielen, vielen Squirrels vorbei und ich bin neugierig, wie nah man an sie ran kommt. Also gehe ich langsam auf sie zu und setzte mich auf den Rasen. Die Squirrels lassen sich nicht von mir stören und rupfen einfach weiter am Rasen. Erst als ich den Fotoapparat auf Bodenniveau halte, schauen sie auf. Ein besonders mutiges Kerlchen findet gefallen an dem Ding und kommt wirklich extrem nah. Zwischen dem Squirell und dem Fotoapparat sind vielleicht noch 20 bis maximal 30cm.

Mit der Nase halb in die Kamera - der hier war neugierig!
Nachdem ich den Fotoapparat an Thomas gegeben habe, wurde ich auch gleich wieder langweilig.
Später haben wir die Tide Pools erreicht und sind wie beim ersten Mal beeindruckt von den kleinen Mini-Aquarien, die die Natur in den Felsen geschaffen hat. Man findet diverse Krebse, Schnecken und Pflanzen in allen möglichen Farben und Formen.

Ein kleiner Ausschnitt der Tide Pools

Thomas kulinarische Erfahrungen - Tag 5


Frühstück? Ja! Es gab Kaffee und einen Muffin. 
Abends waren wir im Restaurant, welches zur Karl Strauss Brewing Company, einer Lokalen Bierbrauerei gehört. Thomas isst einen The big Beer Burger (basted with KS Amber Lager, topped with Red Trolley Ale onions, IPA mushrooms, Woodie Gold-brined bacon, gruyere, tomato, lettuce, and fries. Served with IPA steak sauce) und ich ein  Beer Bacon and Turkey Sandwich (Belton Farms sage cheddar, roasted red peppers, arugula pesto, lettuce, herb mayo, on wheat, with balsamic vinegar chips). 
The big Beer Burger und Beer Bacon and Turkey Sandwich 
Dazu trinken wir ein "Off The Rails" (A West Coast Imperial Red Ale with rich toffee flavors, undertones of dark fruits, and a derailing hop character) und ein "Red Trolley Ale" (a medium-bodied beer with heavyweight malts. We brew it with a half ton of caramelized malts for a rich copper color and toffee flavor.) Zwischendurch bekommen wir noch jeder eine Bierprobe von einem Bier, dass nach dem eigentlichen Brauprozess mit Früchten veredelt worden ist. Es schmeckt nach Maracuja, was irgendwie nicht so recht zum herben Biergeschmack passen will. Insgesamt aber eine nette Location mit gutem Essen.

On the Rails, der Nachfolger des Award winning Red Trolley