Montag, 28. Mai 2012

Rückreise San Diego - Detroit - Amsterdamm - Bremen

Der letzte Morgen ist angebrochen. Nachdem wir alles in die Koffer gestopft haben, stehen wir um viertel vor acht bereits früh vor dem Hotel und lassen uns vom Shuttle zum Flughafen bringen. Der Mensch von Delta Airlines ist zwar sehr nett und macht noch Scherze, dass Thomas seinen Wein, den er für das best Paper bekommen hat, nicht "exportieren" darf, dafür verstehen die Personen am Security Check keinen Spaß. Über den Laufbändern, auf denen man sein Handgepäck ablegen muss, hängt ein Schild mit der fetten Aufschrift "No Jokes!" und es läuft ein grimmig drein schauender Mann auf und ab und proklamiert, dass man gefälligst seine Taschen leer haben solle, Kleingeld, Portemonai, Reisepass, Boardkarte währen alles feine Dinge, gehören aber nicht in die Taschen!

Unser Hotel
Nach vier Stunden Flug und einer Zeitverschiebung von 3 Stunden (relativ zu San Diego) landen wir in Detroit zwischen. Hier haben wir genug Zeit, um uns in den Geschäften jeweils ein Nackenkissen für den langen Flug zu kaufen, und dann noch bei Taco Bell was zu Essen. Durch die Zeitverschiebung ist irgendwie der ganze Tag weg, so dass kurz vor dem Boarding bereits die Sonne unter geht.
Unser Flugzeug von Detroit nach Amsterdamm
Unser Kalifornien-Fazit:

Die Reise war schon lang, hat sich aber definitiv gelohnt. Es ist beeindruckend, wie groß die USA ist und dass man allein beim Überqueren von ein paar Staaten bereits 3 Stunden Zeitverschiebung hat.

Hin: Bremen (A) - Amsterdam, NL (B) - Minneapolis, Minnesota (C) - San Diego, Kalifornien (D)
Rück: San Diego, Kalifornien (D) - Detroit, Michigan (E) - Amsterdam, NL (B) - Bremen (A)

Uns hat es extrem gut gefallen. Die Lebensart in Kalifornien ist tatsächlich ein bisschen so, wie man es sich vorstellt: immer gut drauf, Sonne im Herz und Surfbrett unter dem Arm. Die überwiegende Zahl an Personen, die wir getroffen haben, war extrem freundlich und offen und vor allem immer und überall zu einem kurzen Gespräch aufgelegt, bei dem man denken könnte, man kennt sich schon ewig. So klärte uns z.B. der Inhaber von Bubbas' darüber auf, wem man wie viel Trinkgeld gibt (They have to kiss your ass for 20% tip ...), kommt beim Essen an den Tisch und schnackt kurz mit uns über das Essen. Ähnliches erleben wir mit den Busfahrern, dem Verkäufer in dem Schokoladen oder anderen - ich sogar beim Einreisen mit dem Mann beim Zoll!

Das zweite, was uns aufgefallen ist, ist das Über die Straße gehen. Sobald man auch nur in die Nähe des Straßenrandes kommt und über die Straße blickt, halten die Autos an. Wir haben erst gar nicht verstanden, warum die Autos dauernd stehen, bis und permanent rüber gewunken wurde und wir verstanden haben, dass die alle warten, auch mitten im stark befahrenen Kern von San Diego. Nach der halben Woche haben wir schon echt ein schlechtes Gewissen bekommen, wenn wir noch ein wenig ratlos an der Kante vom Bürgersteig gestanden haben und nicht so recht wussten, wo wir hin gehen wollen, aber die Autos angehalten haben. Man bekommt automatisch den Dran, sich zu beeilen, weil die alles so nett sind und warten. Selbst der Busfahrer hält, als ein Fußgänger eine ausgewiesene Busspur, auf der eigentlich nie ein Fußgänger was verloren haben sollte, die Straße passiert. Wir wundern uns, ob es einfach nur Freundlichkeit ist, oder ob die Leute einen sofort verklagen, wenn man sie mit dem Wagen schneidet, und man daher lieber wartet.

Thomas kulinarische Erfahrungen - Ein Fazit


Da wir unseren kulinarischen Auftrag des Testens aller gängigen Fast Food Ketten noch nicht ganz geschaft haben, gehen wir in Detroit zu Taco Bell. Ich esse einen großen Burrito mit Huhn, Bohnen und undefinierter Matsche (ich glaube, helle Soße, irgendwas mit Chillis und so was ähnliches wie Guacamole) und einen weichen Taco, während Thomas die Dreierpackung crispy Tacos wählt und anschließend unser restliches Kleingeld für Nachos raus haut. Das Esse ist so weit okay, kann aber um Längen nicht mit Rubio's mithalten, wo alles so schön frisch war. Die Nachos sind schon ziemlich wiederlich mit dem geschmolzenen Käse - Thomas sagt, ein feuchter Traum für jeden Junk-Food-Liebhaber!

Crispy Taco  bei Taco Bell
Nachos mit Käse, Sauce, Rindfleisch und Tomaten
Nun aber zu unserem Abschließenden Ranking der Ketten:


Gewinner ist ganz klar Rubio's, der ursprünglich mal in San Diego gegründet wurde und sich dann weiter verbreitet hat. Bei Rubio's hatte man das Gefühl, tatsächlich mexicanisch zu Essen (das Essen war definitiv besser als hier in Oldenburg im Rondel, was sich mexicanisches Restaurant schimpft), der Laden war sauber und die Menschen sehr nett. Anschließend kommt Wendy's, weil auch hier der Burger wirklich frisch war, ebenso wie die Pommes. An dritte Stelle schaft es noch Taco Bell, bevor wir Jack in the Box eindeutig an letzter Stelle platzieren. Von der Location mal abgesehen war auch das Essen einfach nicht gut. Schade, als zweiten Laden, der neben Rubio's ursprünglich aus San Diego kommt, hätten wir uns in seiner Heimatstadt mehr erhofft.

Unabhängig von den Fast Food Ketten kann man in San Diego - wie auch in Deutschland - sehr unterschiedlich gut und teuer essen. Man merkt insgesamt die Nähe zur mexikanischen Grenze und dem Ozean, so dass viel gutes, mexikanisches Essen oder Fisch/ Meeresfrüchte angeboten werden.

Samstag, 26. Mai 2012

Balboa Park, San Diego, Kalifornien - 6. Tag


Der letzte Tag ist angebrochen und heute steht Balboa Park an. Bevor wir uns nach San Diego auf machen frühstücken wir in der "Brockton Villa" in La Jolla, einem für seine French Toast bekanntes Restaurant. Da wir sehr früh dran sind, bekommen wir draußen einen Platz auf der Terrasse mit Blick auf die Küste, der auch durch das diesige Wetter (es nieselt zwischendurch sogar) nur wenig gemindert wird. Schnell wird es voll, und die wenigen Plätze mit Meerblick sind ruck zuck weg. Während wir essen fliegen Pelikane dicht über das Meer und ich bekomme als Abschiedsgeschenk noch ein Mal eine Blick auf Kolibris vergönnt, die direkt neben unserem Tisch Nektar aus einer Blume trinken.

Kolibri beim Frühstück
 Thomas meint, dass das nun doch ein bisschen "spoiled" und fast schon zu viel des Guten wäre. Trotzdem genießen wir den Moment und das wirklich hervorragende Frühstück. Schade, dass die Woche schon vorbei ist. Das Leben hier könnte uns schon gefallen mit dem Meer und den Palmen und Flip Flops als Standardschuhwerk.

Blick aus der "Brockton Villa" - Thomas Sicht


Blick aus der "Brockton Villa" - Melinas Sicht
Von La Jolla aus fahren wir mit der Linie 30 bis Downtown und laufen von dort aus nach Norden, um über die Cabrillo Bridge in den Balboa Park zu gelangen, die über den Freeway führt. Der Park beginnt jedoch schon deutlich vor der Brücke mit reichlich grün und den nun bereits gut bekannten Ansammlungen von Squirrels. Dazu kommen noch sehr interessierte Eichhörnchen, die bei uns beiden Touristen leichte Beute wittern und zielsicher heran kommen, um uns zu begrüßen. Ich hocke mich hin und halte dem einen die Hülle von meinem Fotoapparat hin. Das Eichhörnchen kommt so nah heran, dass es an der Hülle schnuppert. Nachdem es jedoch recht fix begriffen hat, dass es von uns wohl nichts gibt, zieht es von dannen.

Eichhörnchen im Balboa Park
Cabrillo Brück und Eingang in den Balboa Park

Unser erster Anlaufpunkt ist die Touristeninformation, um uns ein Tagepass für bis zu fünf Museen/ Gärten zu kaufen. Da das Wetter heute wirklich unangenehm kalt ist, entscheiden wir, erst ein paar Museen anzusehen und dann die verschiedenen Gärten. Als erstes gehen wir in das Museum of Man und vergleichen die Evolution der Affen mit der des Menschen. Dabei lernen wir, dass der Mensch 50% seiner DNA mit einer Banane glemein hat. Das sollte doch so einiges erklären ;-)

Museum of Man: Wie viel hat der Mensch an DNA gemeinsam mit ... z.B. einer Banane?
Neben der Evolution wäre das Museum auch super für den Biologieunterricht der Oberstufe gewesen. Es wird sehr anschaulich der Aufbau von Zellen, die Mitose und Vermehrung erklärt, hierbei unter anderem auch das Heranwachsen eines Embrios inkl. kleinen Plastikmodellen. Bereits nach 1,5 Wochen kann man Arme und Beine erkennen und nach 12 Wochen sieht der winzige Knubbel schon aus wie ein Mensch in mini! Es wird auch die Geburt sehr, sehr anschaulich dargestellt (Mehrere Schritte wie es durch den Muttermund wandert, bis der Kopf draußen ist, der bei der ganzen Sache ziemlich deformiert wird), so dass ich mir das mit dem Kinderkriegen nochmal sehr gut überlegen werde.

Museum of Man: Das Kind passt durch die Hüftknochen durch ... irgendwie.
Als nächstes lockt uns das Museum of Photography. Leider stellt es sich als unglaublich langweilig heraus, da es scheibar nicht theamtisch sortiert (zumindest war es uns nicht erkennbar) war und auch nur wenig wirklich künstlerische Fotos gezeigt hat. Bei den meisten  hatte man den Eindruck, dass es irgendwelche Schnappsüsse waren. Hier und da sind ein paar interessant, weil sie einfach alt sind und das Leben aus den 50igern gezeigt hat.
Museum of Photography am el Prado
Als drittes sind wir im Natural History Museum, was uns ziemlich gut gefällt. Hier gibt es eine Ausstellung über Dinosaurier, eine mit den Tieren des Meeres von Kalifornien und eine extra "Skulls" Ausstellung, die von allen möglichen Spezies die Schädelknochenzeigt und vergleicht.

Nach drei Museen schlendern wir anschließend erstmal durch den Park und sehen und die Gebäude rund um el Prado und den Botanischen Garten an. Alles ist sehr schick und gefällt uns gut.

Blick auf den botanischen Garten, der in einer Holzkonstruktion untergebracht ist.
Dann sind verschiedene Gärten dran. Wir sehen den Desert Garten mit vielen Kakteen, die im Gegensatz zu hier alle draußen wachsen können, den Rosen Garten und gehen zum Japanischen Garten, der ein Museumstickt gekostet hätte. Da die Gärten davor jedoch schon relativ unspektakulär angelegt worden waren, und man auch von draußen einen Blick auf den Japanischen Garten erhaschen konnte, der uns nicht minder unspannend erscheint, entscheiden wir, den Japanischen Garten nicht anzusehen.

Mittlerweile ist es bereits früher Nachmittag und wir stellen mit Schrecken fest, dass die Museen nur bis 4 oder maximal halb fünf offen haben. So beenden wir unseren Kulturtag mit dem Mingei Museum, was Kunst aus allen verschiedenen Ländern ausstellt. Zum Glück ist das Museum klein, so dass wir die komplette Ausstellung bis zum Schließen des Museums schaffen. Hier gab es wirklich alels mögliche zu Gucken, von Kopfbedeckungen aus allen Herrenländern über Winke-Katzen aus Japan bis hin zu Popart-Bildern einer bestimmten Künstlergruppe.

Anschließend lassen wir eine Museumskarte verfallen und fahren mit dem Bus noch mal nach Downtown, wo wir unseren kulinarischen Auftrag noch mal aufnehmen und "Jack in the Box" testen. Bevor wir jedoch den Park verlassen sehen wir neben vielen Hundespaziergängern auch eine Frau, die ihr Schwein ausführt.

Spaziergang mit Hausschwein
Der Ort, an dem der Jack in the Box liegt, scheint jedoch nicht der beste, denn es sitzen einige Obdachlose im Restaurant, die sich ihre temporäre Unterkunft mit regelmäßig bestellten Kaffees erkaufen, und auch das ganze Ladenlokal ist runtergekommen. Das Mobiliar sieht abgenutzt aus und der Teppich ist fleckig. Währen wir auf unser Essen warten geht ein junger Mann in glänzender Jogginghose, der seinen Burger eigentlich schon hat, auf und ab und redet ohne Pause auf einen anderen, jüngeren Mann ein: Er sei im Knast gewesen und nun aber wieder frei, er hätte viele Fehler gemacht, er wünscht keinem seinen Lebensweg und er wolle für den anderen nur das beste! Alles begleitet von vielen, vielen "God bless you, guy!". Schließlich ist er mit seiner Ansage aber fertig und geht. Der Blick draußen fällt auf Hochhäuser und eine rissige Straße. Hier bleiben wir nur, so lange bis wir aufgegessen haben!

Jack in the Box, San Diego Downtown
Nach dem Essen schlendern wir noch kurz durch Downtown, damit ich mir auch ein "San Diego" T-Shirt kaufen kann und verabschiedenen uns anschließend von der Stadt und fahren zum Hotel zurück. Abends stürmt es heftig und wir beschließen den Tag mit dem zweiten, fetten Schokoladen-Apfel.

Thomas kulinarische Erfahrungen - Tag 6



Zum Frühstück in der "Brockton Villa" esse ich den French Toast, der hier der "Coast Toast" ist. Thomas bestellt sich einen "Naughty  Burrito"mit Rührei. hausgemachter Carne Asada (mexikanisch zubereitetem Fleisch), Käse, Kartoffeln, Pepperoni und Guacamole. Beides ist teuer aber auch gigantisch. Der Toast ist außen fluffig und innen zart wie Pudding. Dazu gibt es frisches Obst (ich hätte auch Kartoffeln nehmen können, das kam mir aber irgendwie unpassend vor). Der Burrito ist nicht weniger spektakulär, frisch und sehr lecker.

Coast Toast und Naughty Burrito

Abend essen wir im "Jack in the Box", was neben dem Rubio's seine Wurzeln ebenfalls in San Diego hat. Das Essen hier ist passend zum oben beschriebenen Ambiente. Die Burger werden zwar frisch gemacht, was anscheinend ein wesentlicher Unterschied zu Deutschland ist, wo die Dinger bei McD. zum Beispiel ja meist in den Regalen liegen und damit auch schon mal latschig sein können, Leider scheint das aber auch das einzige Plus zu sein. Sie sind nicht schlecht, aber auch nicht gut. Zusammen mit der Lokal an sich, ist das kulinarische Erlebnis definitiv eher ein negatives Highlight.

Jack in the Box Essen

Freitag, 25. Mai 2012

La Jolla, San Diego, Kalifornien - 5. Tag

Heute ist der letzte Tag der Konferenz und Thomas hält in der letzten Session als vorletzter Redner der Konferenz seinen Vortrag. Morgen steht noch ein letztes Dienstgeschäft an. Für heute habe ich mich entschlossen, den Vormittag hier beim Hotel noch mal am Strand dem Treiben zu zusehen und nicht mit zur Uni zu fahren. Leider ist es den ganzen Morgen über stark bewölkt und durch einen kräftigen Wind sehr kühl. Dennoch sind wieder Unmengen an Kayak-Fahrern unterwegs. Ich unterhalte mich eine Weile mit einer Amerikanerin, die mir erzählt, dass es unter anderem auch ganze Schulklassen sind, die hier zum Kayak-Fahren her kommen.

Während wir so plaudern können wir Taschendiebe der ganz speziellen Art beobachten: Möwen. Die Vögel sind unglaublich frech und ziehen in Gruppen zwischen den Taschen der Klassen hin und her, um hier und da alles aus den Taschen zu ziehen, was irgendwie nach Essen aussieht.

Möwen-Gang auf Nahrungssuche - die zweite von rechts war erfolgreich.
Die Gruppe der auf dem Foto abgebildeten Möwen fällt auch einer anderen Amerikanerin auf, die los läuft, um die Vögel zu verscheuchen. Dazu lässt sich einen Burrito neben ihrer Freundin auf dem Handtuch liegen, der binnen weniger Sekunden von den Möwen entdeckt, geschnappt, in der Luft zerrissen und aufgegessen ist. Das Geschrei ist groß und macht Amerikanerin lautstark ihrer Empörung Luft, dass die Biester mal eben einen kompletten Burrito geklaut haben (They ate my whole burrito! I cannot belief it, they ate the whole burrito, I am so hungry, wooooo, I could kill that birds!). Für einen Außenstehenden ist das Spektakel schon recht unterhaltsam. Ein paar Jungs haben das ganze ebenfalls beobachtet und wollen die Möwen nun austricksen. Dazu legt sich einer in eine Kuhle und wird mit einem Handtuch abgedeckt. Auf das Handtuch werden Chips gelegt. Dann warten sie. Als mehrer Möwen auf dem Handtuch und dem Jungen sind, springt dieser plötzlich auf. Gefangen haben sie aber keine Möwe.

Rache an den frechen Möwen
Am Nachmittag gehen wir noch ein Mal nach La Jolla Village. Es soll noch eine Reihe weiterer Tide Pools geben und außerdem hat es mir dort am Sonntag gut gefallen, so dass ich noch ein Mal hin wollte. Heute ist an den kleinen Stränden deutlich weniger los und die Seehunden liegen sogar faul im Sand. Man kann bis zu ihnen heran gehen.

Auf dem Weg zu den Tide Pools kommen wir an vielen, vielen Squirrels vorbei und ich bin neugierig, wie nah man an sie ran kommt. Also gehe ich langsam auf sie zu und setzte mich auf den Rasen. Die Squirrels lassen sich nicht von mir stören und rupfen einfach weiter am Rasen. Erst als ich den Fotoapparat auf Bodenniveau halte, schauen sie auf. Ein besonders mutiges Kerlchen findet gefallen an dem Ding und kommt wirklich extrem nah. Zwischen dem Squirell und dem Fotoapparat sind vielleicht noch 20 bis maximal 30cm.

Mit der Nase halb in die Kamera - der hier war neugierig!
Nachdem ich den Fotoapparat an Thomas gegeben habe, wurde ich auch gleich wieder langweilig.
Später haben wir die Tide Pools erreicht und sind wie beim ersten Mal beeindruckt von den kleinen Mini-Aquarien, die die Natur in den Felsen geschaffen hat. Man findet diverse Krebse, Schnecken und Pflanzen in allen möglichen Farben und Formen.

Ein kleiner Ausschnitt der Tide Pools

Thomas kulinarische Erfahrungen - Tag 5


Frühstück? Ja! Es gab Kaffee und einen Muffin. 
Abends waren wir im Restaurant, welches zur Karl Strauss Brewing Company, einer Lokalen Bierbrauerei gehört. Thomas isst einen The big Beer Burger (basted with KS Amber Lager, topped with Red Trolley Ale onions, IPA mushrooms, Woodie Gold-brined bacon, gruyere, tomato, lettuce, and fries. Served with IPA steak sauce) und ich ein  Beer Bacon and Turkey Sandwich (Belton Farms sage cheddar, roasted red peppers, arugula pesto, lettuce, herb mayo, on wheat, with balsamic vinegar chips). 
The big Beer Burger und Beer Bacon and Turkey Sandwich 
Dazu trinken wir ein "Off The Rails" (A West Coast Imperial Red Ale with rich toffee flavors, undertones of dark fruits, and a derailing hop character) und ein "Red Trolley Ale" (a medium-bodied beer with heavyweight malts. We brew it with a half ton of caramelized malts for a rich copper color and toffee flavor.) Zwischendurch bekommen wir noch jeder eine Bierprobe von einem Bier, dass nach dem eigentlichen Brauprozess mit Früchten veredelt worden ist. Es schmeckt nach Maracuja, was irgendwie nicht so recht zum herben Biergeschmack passen will. Insgesamt aber eine nette Location mit gutem Essen.

On the Rails, der Nachfolger des Award winning Red Trolley

Mittwoch, 23. Mai 2012

University of California, San Diego, Kalifornien 4. Tag

Heute ist der zweite Tag der Konferenz und ich fahre mit, um mir die Uni und San Diegos Norden anzusehen. Außerdem wollen wir nach der Konferenz und vor dem Social Event heute Abend noch zwei große Shop-Ansammlungen hier oben abgrasen, da Thomas die Information bekommen hat, dass dort zwei Elektronikläden sein sollen. So kommt es, dass wir mal wieder mit der Linie 30 unterwegs sind, allerdings dieses Mal gen Norden.

Frühstücken tun wir direkt auf dem Campus einen obligatorischen Muffin und Kaffee im Hof der Jacobs School of Engineering vor dem Tim Hawkinsons Bär, einer mehr als 20 Fuß hohen Bärenskulptur aus massiven Granitblöcken aus dem Norden von San Diego. Der Bauch alleine wiegt mehr als 100 Tonnen und wurde per Polizeieskorte auf einem Truck her gebracht, der sonst Raumschiffteile transportiert.

Tim Hawkinsons Bear, Jacobs School of Engineering, UC San Diego
Während Thomas auf der Konferenz ist, erkunde ich die Gegend, so dass wir nach der Konferenz zunächst gemeinsam den Campus ansehen und anschließend zu "The Shops" gehen. Auf dem Campus gehen wir in den "Outback Adventures Shop", einem Surf Shop (!) und den UC San Diego "Bookstore", der jedoch nicht nur Bücher sondern auch Roben und Hüte für die Entlassungsfeier, Karten, Geschenke, IT und vor allem die in Amerika üblichen Sweater und Shirts mit Uni-Logo anbietet. Im gleichen Gebäude findet der Gourmet auch Burger King, Subways, Rubios Fresh Mexican Grill sowie 12 weitere "Food Stores". Der Campus ist riesig und beeindruckend, wenn man nur das kleine Oldenburg gewohnt ist.


Größere Kartenansicht

Vor dem Gebäude steht eine Triton Statue. Triton ist der Trompeter von Poseidon, der mit dem Klang des Horns die Feinde erschreckt hat. Er ist das Maskottchen der Universität.

Triton Skulptur
Vom Campus aus laufen wir eine Viertelstunde bis wir bei der angepriesenen Ansammlung von Läden sind. Dort finden wir sowohl einen Radion Shack als auch einen Best Buy. Beide Elektronikläden sind recht enttäuschend. Leider finden wir, außer dem Kindle Touch nichts, was uns annähernd interessiert oder wirklich günstiger ist als in Deutschland. Und auch der Kindle überzeugt im Vergleich mit dem Kindle, den ich bereits habe, nicht so sehr, als dass ich ihn mitnehmen will - allerdings wäre er mit umgerechnet 85 Euro im Vergleich zum deutschen Amazonpreis mit 129 Euro wirklich günstiger gewesen. So konnte ich ihn aber zumindest mal ansehen!

Vor den Läden geht eine Schnellstraße lang und dahinter konnte man einen Blick auf den San Diego California Temple (San Diego Mormon Temple, The Church Of Jesus Christ Of Latter-Day Saints). Durch die Straße, die umliegenden Häuser und die verschiedenen Läden im Rücken wirkt die Kirche irgendwie fehl am Platz.

San Diego Mormon Temple
Ein bisschen enttäuscht, dass es für uns keine elektronischen Schnäppchen gibt, aber mit einem guten Eindruck vom Campus fahren wir zurück zum Hotel, da Thomas die Präsentation für morgen üben will und wir dann abends noch zum Social Event gehen.

Abends steht das Social Event mit großen Gala Dinner im Marine Room, La Jolla direkt neben unserem Hotel an. Der Blick geht auf den Pazifik und die abendlichen Surfer, die vor der tief stehenden Sonne das letzte Licht und die Wellen nutzen. Ja, so hat man sich Kalifornien vorgestellt.

Ausblick aus dem Marine Room beim Social Event
 Es sind bereits viele Konferenzteilnehmer da, als wir ankommen, und wir setzen uns zu einem irischen Paar, einem Menschen aus Virginia, dessen Namen so unaussprechlich ist, dass er nicht mal selber versucht ihn zu erklären, sondern sich mit seinem Nickname vorstellt, und einem dunkelhäutigen Amerikaner, von dem wir nicht mitbekommen haben, wo er her kommt. Es stellt sich heraus, dass das eine recht lustige Gruppe ist. Umgehend nach der Hautpspeise wird der Best Paper Award verliehen. Thomas weiß bereits seit gestern, dass seine Paper mit zwei weiteren nominiert ist. Da er den Vortrag von einem der beiden anderen gehört hat und er meinte, dass der überragend war, rechnen wir jedoch nicht mit dem Award. Und dann geht er doch an Thomas! Als Preis gibt es zwei Flaschen italienischen Wein und eine Urkunde. Unsere Tischnachbarn feuen sich mit uns. Nach dem Nachtisch und einem schnellen Kaffee wird die Gesellschaft dann mehr oder weniger direkt raus komplimentiert. Da wir jedoch recht müde sind, stören wir uhs nicht daran und gehen ins Hotel zurück.


Thomas kulinarische Erfahrungen - Tag 4


Nach dem Mini-Frühstück aus Muffin und Kaffee, essen wir mittags einen Snack bei Rubio's. Thomas und ich haben nämlich beschlossen, dass wir als kulinarischen Auftrag einfach mal alle gängigen, nicht in Deutschland vorhandenen Fast Food Ketten hier testen. Immerhin ist Amerika ja als Land des Fast Food bekannt. Nun waren wir also bei Wendy's und Rubio's, so dass noch Taco Bell und Jack in the Box fehlen.

Wir bestellen zwei Tacos mit Bohnen und Nachos und bekommen einen Empfänger-Tag mit, der uns anzeigt, sobald unserer Tacos fertig sind und wir sie an der Theke abholen können.

Taco-Tag
Die Tacos sind ganz frisch gemacht, nur die Tortilla sind bereits fertig. Sie sind gefüllt mit frischen Avocados und Huhn und schmecken erstaunlich gut. An einer Bar kann man sich verschiedene Dips frei dazu holen und auch die Getränke sind zum freien Nachfüllen. Natürlich verschmähen wir die normale Coke und trinken Dr. Pepper Cola.

Each of two Taco Menü

Abends werden wir kulinarisch beim Social Event der Konfenz verwöhnt. Zu Essen gibt es Brot und Butter, genau eine mit Lamm gefüllten Pilz, eine Pilzsuppe als Vorspeise und wahlweise Huhn oder Lachs als Hauptgang.

Pilz mit Lammfüllung
Pilzsuppe
Lachs mit Salat in Melonenstreifen mit Pesto-Sauce und Reis-Erbsen-Mix

 Es ist alles sehr schick angemacht und schmeckt hervorragend. Zum Essen wird roter oder weißer Wein gereicht, der genau ein Mal nachgeschenkt wird, im Gegensatz zum Wasser. Das Wasserglas wird nie leer. Als Nachtisch gib es dreierlei Süßspeisen, eine Zitronentart, ein Stück Schokomus auf Knusperboden und Vanillepudding. Das Schokoteil haut eine komplett um, so süß und mächtig ist es. Gut, dass es noch einen Kaffee zum Verdauen gibt.

Dreierlei  Nachspeisen

San Diego, Kalifornien - 3. Tag

Tag Nummer drei startet sehr früh, denn heute geht die Konferenz für Thomas los. Halb sieben geht der Wecker und um kurz vor acht stehen wir bereits an der Bushaltestelle und warten auf den Bus. Da bleibt leider keine Zeit, um groß zu Frühstücken, daher gibt es nur einen Muffin ( Blaubeere für mich und Apple Crumble für Thomas) und einen Kaffee aus dem Mini-mini Mart.

Während Thomas auf der Konferenz ist schreibe ich erstmal Blog von gestern, zunächst ohne Fotos, denn die Kabel für den Fotoapparat sind natürlich mit Thomas in seiner Tasche Richtung Uni unterwegs. Als ich gerade damit fertig bin, klingelt das Telefon und die Rezeption ist dran: Sie hätten Maler im Haus und die müssten auf den Zimmerbalkon, ob das okay wäre. Es ist okay und die Maler hatte ich auch längst bemerkt, da sie nicht nur auf dem Balkon nebenan und direkt über mir auf dem Dach waren (was mich dann doch erschreckt hat), sondern auch schon sehr penetrant vom Flur aus in unser Zimmer geguckt haben. Das hatte allerdings schon was komisches, denn der erste Maler musste bei uns ins Zimmer schauen, dann musste auch der zweite Maler schauen, wo der erste hinguckt, so dass er nicht mitbekommen hat, dass der inzwischen stehengeblieben war, und in ihn rein gelaufen ist. Dabei stand ich voll angezogen einfach nur so da - lag sicher am Sonnenbrand. So was knallrotes sieht man eben selten ;o)

Ich fliehe aber dann doch aus dem Zimmer und packe mich an den Strand, lasse mir die Sonne ein bisschen auf den Rücken scheinen und beobachte das Treiben. Auto um Auto werden Kayaks an den Strand gefahren und von blonden, braun gebrannten kalifornischen Surfer-Boys abgeladen. Kurz danach kommen die Gruppen, die sich artig im Kreis aufstellen und sich von dem Surfer-Boy in der Mitte belehren lassen, wie so eine Kayakfahrt genau funktioniert. Dann werden sie einer nach dem anderen ins Wasser gezogen. Die Zeit vergeht so ruck zuck.

Kayak-Gruppe bei der Einführung 

Am Nachmittag fahren Thomas und ich dann noch mal Richtung San Diego. Eigentlich war das Ziel Point Loma, doch wir bleiben bereits in Shelter Island stecken, wo wir eigentlich nur umsteigen wollten. Dort gehen wir zum Pacific Portal und schauen auf die Skyline von San Diego. Leider fährt nur noch ein Bus runter bis Point Loma und einer wieder hoch nach Shelter Island, so dass wir beschließen Point Loma nicht mehr zu besuchen, da es sich nicht lohnt. Schön sieht man auf den beiden Bildern, wie sehr sich das Wetter ändert.

Pacific Portal, Shelter Island

Auf dem Rückweg bleiben wir noch in Old Town und sehen uns dort die im Reiseführer angepriesene "Fiesta de Reyes" an. Die Fiesta de Reyes soll einem alten mexikanischen Platz nachempfunden sein mit kleinen Läden und einem Restaurant. Wir empfinden den Platz doch eher als sehr auf Touristen ausgelegtes Konsumzentrum und bleiben nicht allzu lang. Auch rund um den Platz befinden sich noch einige auf Touristen ausgelegte Läden und mindestens drei Saloon Restaurants und verschieden Läden im Westernstil.

Pflanzendekoration im Fiesta de Reyes

Gut gefällt uns dagegen der "Heritage Park". Da man hier nichts kaufen kann, ist es schlagartig leerer als in der Nähe der Läden. Der Heritage Park zeigt verschiedene Baustile aus der alten kalifornischen Zeit. Jeder der Häuser hat ein Schild, was das Haus benennt und kurz beschreibt. Leider sind viele Scheiben mit Papier verklebt, und alles wirkt zwar gepflegt aber gleichzeitig auch sehr verlassen.

Heritage Park

Der Tag Endet mit einem Abendessen in La Jolla, da wir das an sich rausgesuchte Restaurant in Old Town nicht finden können, und einem Spaziergang zurück zum Hotel.


Thomas kulinarische Erfahrungen - Tag 3


Nachdem das Frühstück mit einem Muffin sehr knapp ausgefallen ist, entscheiden wir uns am Abend für Burger aus der "Burger Lounge". Den Laden hatten wir bereits am Sonntag gesehen und entschiedenen, dass wir an sich dort Essen müssen. Der Laden wirbt damit, dass alles aus Bio-Lebensmitteln hergestellt wird. Und tatsächlich sind die Burger sehr lecker, frisch, innen noch rosa und sehr saftig. Statt Mayonnaise und Ketchup wird der Burger hier mit Thousand Island Sauce bestrichen.  Dazu gibt es Onion Rings und Pommes.



Als Nachtisch nehmen wir uns kalifornisches Obst mit - wir konnten nicht anders, als wir auf dem Heimweg an der Rocky Mountain Chocolate Factory vorbei kommen. Wir haben beide noch nie solche "Liebesäpfel" gesehen und beschließen, diese testen zu müssen, frei nach dem Motto, wir haben schon ein Mal abgenommen, wir können auch noch mal abnehmen. Der eine ist mit Marshmellows, Karamell, dunkler und weißer Schokolade und der andere mit Erdnussbutter, diversen Nüssen und weißer Schokolade. Den letzten haben wir heute gegessen, den ersten heben wir uns noch auf. Geschmeckt hat er super. Gleichzeitig hat er aber auch echt reingehauen! 
Schaufenster der Rocky Mountain Chocolate Factory

Die Auserwählten

Dienstag, 22. Mai 2012

San Diego, Kalifornien - 2. Tag

Der zweite Tag startet mit Schmerzen. Unsere Sonnenbrände sind wirklich noch schlimmer als am Abend gedacht. Ein Blick in den Spiegel bestätigt das - beide mit hochrotem Kopf als Touristen gebrandmarkt! Nun denn, der Himmel ist extrem bedeckt und an der Bushaltestelle nieselt es sogar mal kurz. Doch das ist alles nur Taktik - kurze Zeit später brennt dann doch die Sonne vom Himmel. Heute beginnt die Konferenz mit dem Workshop-Tag, der uns genug Zeit gibt, um was zu unternehmen.


Für den zweiten Tag hatten wir uns San Diego Downtown sowie Seaport Village vorgenommen. Dafür sind wir mit der Linie 30 entlang der Küste über Old Town in einer flotten Stunde Fahrt rucki-zucki  nach San Diego Downtown gefahren. Doof war nur, dass man weder die Abfahrtzeiten vorher herausbekommen konnte, noch dass die kleinen Haltestellen irgendwie bekannt waren. Der Fahrer hat zwar irgendwas angesagt, was einem - wenn man es denn überhaupt bei dem Buskrach verstanden hätte - jedoch leider nichts gebracht hat, wenn man nicht weiß, wie die Haltestelle heißt. Also sind wir nach Straßennamen guckend auf gut Glück ausgestiegen, was erstaunlich gut hin kam. Erster Anlaufpunkt war das Cafe Chloe zum Frühstücken, dazu unten mehr. 

Anschließend sind wir ins Gaslamp Quarter gegangen, wo laut Reiseführer die meisten Viktorianischen Gebäude stehen und es die hippesten Shops geben soll. Das Viertel war ziemlich belebt und hatte eine Menge von Gallerien und kleinen Läden und vor allem Restaurants, von denen aus man ab halb zwölf angesprochen und zum Lunch eingeladen wurde. Die im Reiseführer als besonders angepriesene Old City Hall und das William Heath Davis House (das älteste Holzhaus in San Diego, was zwischen den Hochhäusern ein wenig fehl am Platz wirkt) waren eher unspannend, genauso wie die wenigen Viktorianischen Häuser. 

Schöne alte Gebäude ... und das Ghirardelli wird sogar im Reiseführer erwähnt, wenn auch wegen seiner Schokoladenspezialitäten.

William Heath Davis House

Vielleicht ist man aus europäischen Städten was das anbelangt einfach verwöhnt?! Wirklich schön waren Santa Fe Depot (Bus und Trolley Haltestelle sowie Touristen-Info) und das Horton Grand Hotel.



Das Viktorianische Grand Horton Hotel
Das Santa Fe Depot versinkt zwischen den Hochhäusern
Das Gaslamp Quarter haben wir dann mit dem Besuch des Westfield Horton Plaza, San Diegos Shopping, Dining and Entertainmelt Mekka, abgeschlossen. Das Einkaufszentrum war im Gegensatz zu dem, was man von zu Hause kennt, sehr angenehm luftig, da es nach oben kein Dach hatte. Aber wahrscheinlich regnet es hier zu wenig, als dass das wirklich notwendig ist. Sehr anstrengend fanden wir die Verkäufer an kleinen, im Einkaufszentrum aufgebauten Ständen, die einen ziemlich penetrant angesprochen haben, um einen mit Proben an ihren Stand zu locken. Ich weiß auch nicht, ob ich so sehr zerzaust aussah, aber eine Frau hatte es auf mich abgesehen und wollte mir gleich mehrfach die Haare glätten oder zu Locken aufdrehen!
Irgendwie sind wir mit dem Irrglauben in das Einkaufszentrum gegangen, dass es in den USA günstig Jeans, T-Shits und VANs/ Convers Schuhe gibt. Naja, der Zahn wurde uns nach ein paar Läden recht schnell gezogen. Vielleicht wiegt die Tatsache, dass San Diego Amerikas teuerste Stadt sein soll, das Gerücht, dass hier bestimmte Artikel günstiger sind, einfach gegeneinander auf. Es gab für mich dennoch ein paar neue FlipFlops und für Thomas zwei Shirts und eine Baseball-Kappe der San Diego Padres ... vielleicht will ich auch noch eine?!

Am frühen Nachmittag sind wir zum Seaport Village weitergezogen. Hier haben wir uns den alten Flugzeugträger USS Midway angesehen (allerdings nur von außen), der zu einem Museum umfunktioniert worden ist. Wirklich ästhetisch schön fand ich das riesen Schiff nicht, allerdings muss ich zugeben, dass es schon sehr beeindruckend war ... und touristisch. So ein Schiff verliert schon seine Bedrohlichkeit und seinen Eindruck, wenn man von außen Cafe-Stühle und Schirmchen sehen kann.

USS Midway
Auf der anderen Seite der USS Midway war Hafenkunst zu sehen. Ein riesiger Matrose hat seine Geliebte mit "the kiss" verabschiedet und eine Schar von Veteranen-Statuen bedankte sich bei einem per Lautsprecher rezitierenden Bob Hope.

The kiss

Das eigentliche Seaport Village hat uns nur mäßig gefallen, da es wirklich sehr touristisch war. An jeder Ecke wurde man angesprochen und in eine Fahrrad-Rikscha eingeladen, sollte Krimskrams von Mexikanischen Frauen kaufen oder in einem der überteuerten Restaurants essen. Der Ausblick über das Wasser war jedoch sehr schön. Zwischen vier und halb fünf hat sich dann jedoch der Sonnenbrand massiv zurück gemeldet, so dass wir uns vom Wasser verabschiedet haben und erst was Essen waren und dann zum Hotel zurück gefahren sind. Dort angekommen haben wir uns noch kurz im Pool abgekühlt und sind dann recht müde schlafen gegangen.

Thomas kulinarische Erfahrungen - Tag 2

Der Tag begann mit einem Frühstück im Cafe Chloe, welches der Reiseführer als Szene-Laden empfohlen hatte. Ohne die Empfehlung wären wir dort wahrscheinlich eher nicht gelandet, da das Cafe ein wenig ab vom Schuss liegt und wir zunächst vom Bus aus durch eine eher verlassene Gegend laufen mussten, vorbei an diversen Obdachlosen. Vielleicht haben wir aber auch nur die Bushaltestelle unglücklich gewählt, denn nach dem Frühstück sind wir recht fix im alten Zentrum gewesen. Gegessen haben wir dort zum einen Vollkorn-Pfannkuchen mit eingelegten Kirschen und über Apfel geräuchertem Speck (whole wheat pancakes with tart cherry syrup & applewood smoked bacon) und zum anderen eine Pilz-Quiche mit dunklem Toast und Salat (savor custard du jour with brown brad toast and green). Beides war extrem gut, auch wenn Vollkorn erstmal abschreckend klingt.

Frühstück im Cafe Chloe
Am späten Nachmittag haben wir uns dann überlegt, ob wir im Seaport Village noch einkehren wollen oder ob wir ganz amerikanisch eine der lokalen Fastfood Ketten ausprobieren wollen. Wir haben uns für das Fastfood entschieden, da uns das Seaport Village zu touristisch war. So sind wir letztendlich bei Wendy's gelandet, die damit werben, dass sie alles so frisch zubereiten, dass nichts eingefroren war. Ich glaube, Thomas hatte einen "Dave's hot 'n juicy 3/4 LB.* triple" (Three-quarters of a pound of 100% real North American beef and more of the fresh premium toppings you crave—all on buttered, toasted buns, to keep your hamburger hotter and juicier.) und ich hatte den "Spicy Guacamole Chicken Club". Beides war tatsächlich  sehr lecker und wirkte im Vergleich zu Mc D. irgendwie frischer - auch die Pommes.

So sieht ein Tourist aus!

Kurz vor dem Hotel haben wir uns dann noch zwei kleine Packungen mit den lokalen M&M Versionen (ein Mal Erdnussbutter und ein Mal Brezel) zugelegt, um diese zu testen, sind dann aber doch nicht mehr dazu gekommen. Morgen dann mehr.