Donnerstag, 16. August 2012

Montreal, Kanada, 16.08.2012

Heute ist der letzte Tag hier. Das Treffen geht von 7:00 bis 13:30. Dann bleibt mit noch ein wenig Zeit, um noch ein Mal durch Montreal zu schlendern, bevor ich zum Fughafen aufbrechen muss. Mal sehen, ob ich noch ein paar nette Mitbringsel finden oder Fotos machen kann.

Montreal, Kanada, 15.08.2012

Von heute gibt es nicht viel zu berichten. Heute steht das Panel Meeting an. Wir treffen uns um viertel von sieben morgens zur gemeinsamen Fahrt mit dem Taxi zur Uni. Es ist zwar nicht weit, aber es regnet. Leider ist ein Tippfehler auf der Adresse, so dass das Taxi zunächst in die falsche Richtung fährt (was mich auch irritiert hat, da ich dachte, ich hätte am Vortag das Uni-Gebäude schon gesehen). Nach einiger Zeit erkennen wir das Problem. Die Straße, an der die Uni liegt, ist in Ost und West eingeteilt. Irgendwo in der Mitte ist der Nullpunkt und dann steigen die Hausnummern nach Osten und Westen hin auf. Auf dem Zettel mit der Adressangabe stand 845 Ost, leider lag die Uni jedoch 854 West …

[…]

Am Abend verzichte ich auf das gemeinsame Dinner und gehe direkt in mein Zimmer. Ich habe mir im Flieger durch die Kombination aus feucht-warmen Wetter und klimatisierten Räumen eine Erkältung eingefangen. Hoffentlich hilft schlafen, sonst wird es eine unschöne Rückreise. Auch wenn die Leute des Panels aller sehr nett sind und Montreal auch seinen eigenen Charme hat, ich freu mich auf zu Hause!

Ergänzung:
Da ich aus meinem Fenster nicht viel mehr sehe, als die Kathedrale gegenüber, gibt es hier noch mal die passende Abendstimmung zur Morgenstimmung von gestern.

Abendstimmung

Dienstag, 14. August 2012

Montreal, Kanada, 14.08.2012

Es ist fünf Uhr - ich bin hellwach! Mein Plan, den Jetlag auszutricksen und einfach erst zur gewohnten Zeit schlafen zu gehen, hat nicht geklappt. Ich war um eins und um zwei und um vier wach und habe zur Uhr geschaut. Zu Hause wäre es nun ein Uhr mittags und wie gesagt, ich bin wach. Da ich heute bis neun Uhr abends in einer Vorbesprechung sein werde, macht es mir ein wenig Sorgen, dass ich nicht mehr schlafen kann, so dass ich noch bis 6 Uhr döse und dann bis halb acht lese. Zumindest habe ich so ein morgendliches Foto machen können.
Morgenstimmung
Den Vormittag habe ich noch frei, also gehe ich gegen 9 Uhr aus dem Hotel, mal sehen, wie die Uni aussieht.Vorher mache ich jedoch einen Abstecher in die Marien Kathedrale, da ich von meinem Hotelfenster aus gesehen habe, dass die Türen geöffnet sind. Nach meiner Erfahrung mit der Notre Dame bin ich ein wenig skeptisch, ob ich einfach so hinein gehen darf, doch der Mann an der Tür läd mich freundlich ein. Die Kathedrale ist beindruckend von innen!
Kathedrale Marie Reine du Mont von innen

Der Campus besteht aus schönen alten Gebäuden. Da aktuell vorlesungsfreie Zeit ist, sind jedoch viele der Gebäude hinter Gerüsten und Planen verborgen. Die Bibliothek gefällt mir am besten.
McGill
Nach der zweiten Runde um den Campus entdecke ich auch das Gebäude, in dem ich am nächsten Tag das Treffen haben werde. Jetzt ist es jedoch erstmal Zeit für ein kurzes Frühstück bei „Second Cup“. Es ist ein komisches Gefühl in einem so kleinen Laden zwischen den Hochhäusern zu sitzen.

Unter dem Baum mit der dunkleren Krone habe ich gesessen
Nach meinem Frühstück laufe ich kreuz und quer die Einkaufsstraße und deren Parallelstraßen auf und ab. Der Einkaufsbummel entpuppt sich allerdings eher als ein Kirchenbummel. Ich komme erst zur Christ Church Anglican Kathedrale, dann zur St. James Church United und später noch zur Church of St. James the Apostle. Diese Kirchen sind auch sehr schön, aber bei weitem nicht so beeindruckend wie die Marie-Reine-Du-Monde Kathedrale. Am Ende habe ich nichts gekauft, aber immerhin ein Google-Gebäude gefunden, wenn auch nicht das neue Google Nexus 7 Tablet.


Gegen zwei habe ich Blasen unter den Füßen, kaufe mir einen Tea-to-go (Irgendwie hat sich dieser Trend in Deutschland noch nicht durchgesetzt, aber es ist klasse … so viele Teesorten!), und setze mich dann in den Schatten vor der Uni und mache Pause. Das Wetter ist zwar schön, aber es herrscht auch eine hohe Luftfeuchtigkeit, die einem zu schaffen macht. Es ist auch bald Zeit zum Hotel zu gehen, da das Vorbereitungstreffen näher rückt.

Ach: Strick-Graffiti gibt es auch hier:

Eingehülle Steinfiguren auf einer Bank

Montreal, Kanada, 13.08.2012

Diese Mal verschlägt es mich nach Montreal, Kanada. Ich bin eingeladen, einen kanadischen Antrag zu begutachten. Dieser wird mit einem Komitee aus mehreren Personen von Dienstag bis Donnerstag besprochen.
Da ich eine lange Anreise habe, darf ich bereits am Montag anreisen. Um 5:50 geht mein Taxi von Oldenburg nach Bremen. Von dort fliege ich dann zunächst nach Frankfurt und dann am frühen Mittag weiter direkt nach Montreal. Durch die Zeitverschiebung komme ich nur eine Stunde später in Kanada an. Doch bevor ich nach Montreal in die Stadt fahren kann, stehe ich fast eine Stunde in der Schlange am Zoll. Es ist wie im Heidepark, wo man ewig lange die gewundenen Bahnen vor der Wildwasserbahn ansteht, nur dass der Spaß am Ende fehlt. Es ist aber auch erstaunlich, dass für die Flut an Anreisenden nur 4 Schalter offen sind. Anschließend stehe ich eine weitere halbe Stunde am Schalter für das Busticket an, langsam bin ich das Anstehen und Warten ein wenig satt. Dafür ist die Busreise nach Montreal erstaunlich einfach. Der Bus fährt direkt vor dem Flughafen in hoher Frequenz ab, und entgegen den Erfahrungen aus San Diego, wo man raten musste, welche Haltestelle als nächste folgt, werden die Haltestellen vorher laut und deutlich mit Nummern ausgerufen … nur, dass der Busfahrer trotzdem bei einer Haltestelle dann verpennt, auch wirklich zu halten. Der Bus hält genau vor dem Hotel. Ich bin jedoch irgendwie verpeilt, denke, dass ich mich in einer Parallelstraße befinde, und laufe vollkommen umsonst ein Mal um den Block. Nun gut, zumindest weiß ich, dass ich nicht weit laufen muss, um am Donnerstag nach dem Treffen mit dem Bus wieder zum Flughafen zu kommen.
Im Hotel angekommen freue ich mich, dass an der Rezeption Wasser mit Zitrone steht, denn ich bin ziemlich durstig. Hier ist es warm und trotzdem auch irgendwie feucht. Ich habe ein Zimmer im 10. Stock und blicke tatsächliche, wie auf der Homepage des Hotels zu sehen, auf die Kathedrale Marie Reine du Mont.

Kathedrale Marie Reine du Mont - Blick aus meinem Fenster
Unten im Hotel ist auch der Beavers Club ;o)


Nach einer kurzen Verschnaufpause mache ich mich wieder auf. Ich habe mir vorgenommen, den restlichen Nachmittag über Old Montreal anzusehen. Im Reiseführer waren Bilder von alten, viktorianischen Häusern und die Basilique Notre Dame wird mit ihrer neu-gotischen Bauweise als ein Must-see angegeben. Auf dem Weg dahin sehe ich tatsächlich ein paar schöne Häuschen, eingerahmt von Abbruchmauern oder Hochhäusern. Die Basilique Notre Dame ist jedoch sehr beeindruckend. Ich versuche, zu verstehen, ob und wann und wie man in die Kirche kommt. Es gibt Messezeiten, aber es gibt auch einen Eintrittspreis und einen erhöhten Eintrittspreis für eine extra Lichtpräsentation. Direkt vor meiner Nase werden die Türen geschlossen. Es ist werde Messe- noch Lichtpräsentationszeit und ich bin verwirrt.

Basilique Notre Dame
 Da ich eh nicht die richtige Kamera dabei habe, um in dem halbdunklen Schummerlicht gute Bilder zu machen, lasse ich mich nicht weiter irritieren und gehe weiter zum alten Hafen, dann den Jacques-Cartier Platz wieder hoch, an der Basilique Notre Dame von der anderen Seite kommen wieder vorbei und zurück Richtung Hotel. Es ist kurz vor sechs und ich merke die Reise sehr. Insgesamt scheint mir Montreal eine wilde Mischung aus wirklich alten, schönen Gebäuden und Hochhäusern. Die schicken Bilder im Reiseführer habe ich aber nicht gefunden.Entweder ich bin nicht die richtigen Straßen entlang gegangen oder die Fotos waren sehr geschickt gemacht.
Alt und neu
Um halb acht fallen mir die Augen zu, auch wenn ich noch wach bleiben wollte, um dem Jet Lack keine Chance zu geben.